Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Sie stellten den Ausbildungskompass vor: (v.l.) Stefan Biesenberger (Vi ze-Leiter Bildungszentrum Weilheim), Roland Streim (Kreishandwerkerschaft), Naomi Watzlawik-Hammer, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Kathrin Grabmaier (Agentur für Arbeit). 

Ausbildungskompass: 97 Berufe von A bis Z

Die vierte Auflage des Ausbildungskompasses des Landkreises  wurde vorgestellt. 

Weilheim – „Das Hochschulforum im Januar konnte noch durchgeführt werden“, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei der Vorstellung der vierten Auflage des „Ausbildungskompass 2021“ des Landkreises. Da aber die Ausbildungsmesse wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde, bekommt das Werk heuer noch mehr Gewicht in der Hilfe für Schüler, die für sie geeignete Ausbildungsstelle zu finden.

Auf 170 Seiten hat die Wirtschaftsförderung des Landkreises in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft Oberland Ausbildungsplätze in der Region aufgelistet. Das Spektrum reicht von „A“ wie „Anlagenmechaniker“ bis „Z“ wie „Zimmerer“.

Neben einer Beschreibung der Tätigkeiten sind besondere Anforderungen in den jeweiligen Berufen aufgelistet. Außerdem sind die Schulfächer aufgeführt, in denen der künftige Auszubildende gute Ergebnisse erzielt haben sollte. Auch Angaben zu Praktikumsplätzen, Ferienjobs, Ausbildungen in Teilzeit und Studienmöglichkeiten sowie zum Gehalt gibt es. So erfahren die Leser zum Beispiel, dass man – abgesehen vom Handelsfachwirt – am Bau als Lehrling am meisten verdient. Dafür, dass sie deutlich mehr Geld erhalten als zum Beispiel Fachinformatiker, wird von den angehenden Maurern, Zimmerern, Beton- Stahlbeton- und Trockenbauern aber „gute körperliche Fitness“ gefordert, wie sie „beim Tragen von schwerem Baumaterial“ gebraucht wird.

Die 324 Ausbildungsplätze in 97 Berufen werden von 148 Arbeitgebern angeboten. Bei den Unternehmen sind Kontaktadressen und der Name der Kontaktperson angegeben, so dass Interessenten wissen, an wen sie ihre Bewerbung richten können. Damit diese auch im übertragenen Sinne ankommt, gibt es im Ausbildungskompass Hinweise zur Gestaltung der Bewerbungsunterlagen.

Die Beschreibungen sind trotz Gendersternchen, die Wortungetüme wie „Zimmerer*innen“ schaffen, gut zu lesen und vermitteln in wenigen Sätzen das Wesentliche. Dank der kompakten Formulierung reicht im Schnitt eine Minute, um grundlegende Information über einen Beruf und die angebotenen Ausbildungsstellen zu bekommen.

Die Auflage (4000 Exemplare) wird laut Jochner-Weiß zum großen Teil an Schulen verteilt. Der Ausbildungskompass ist außerdem in Rathäusern und beim Landratsamt erhältlich. Eine landkreisübergreifende Suche nach Ausbildungsplätzen ist online unter mein-ausbildungskompass.de möglich. 

Alfred Schubert

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