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Symbolfoto.

Ausnahmesituation an Gymnasien Weilheim und  Penzberg

Fürs Abi müssen Baumaschinen schweigen

Am Weilheimer Gymnasium stellen die schriftlichen Abiturprüfungen heuer eine besondere Herausforderung dar, denn sie finden während der Sanierung statt. Auch in Penzberg herrscht Ausnahmezustand, weil kein großer Raum dafür zur Verfügung steht.

Weilheim/Penzberg – Die schriftlichen Abiturprüfungen sind ein ganz gewöhnliches, jährlich wiederkehrendes Ereignis an den Gymnasien im Landkreis. In Weilheim stellen die drei Tage, an denen die 186 Abiturienten in Mathematik, Deutsch und einem Wahlfach ihre schriftliche Prüfung ablegen, heuer dennoch eine besondere organisatorische Herausforderung dar, denn sie fallen in die Zeit der Generalsanierung des Gymnasiums. Am Mittwoch wurden bayernweit die schriftlichen Mathematik-Prüfungen abgelegt, die Weilheimer Schüler konnten, wie gewohnt, in der Schulturnhalle schreiben. Nachdem es in der vergangenen Woche geschneit hatte, war aber zunächst unklar, ob die Turnhalle des Gymnasiums genutzt werden kann, weil dies bei zu viel Schnee auf dem Dach nicht möglich gewesen wäre. „Für diesen Fall hatten wir einen Notfallplan“, sagt die stellvertretende Schulleiterin des Gymnasiums, Adelheid Meyer. Dann wäre auf die Jahnhalle ausgewichen worden. „Das Abitur hat erste Priorität.“

Doch auch, wenn die Sanierung der Schule derzeit auf Hochtouren läuft, vom Baulärm wurden die Abiturienten laut Meyer bei der Mathematik-Klausur nicht gestört. „Bisher läuft es gut“, sagt Meyer. Während der Prüfungstage seien die Bauarbeiten geblockt. Es dürfe nichts Lautes gemacht werden. „Das hat einwandfrei geklappt“, so Meyer. Es sei wichtig, dass die Schüler unbehelligt von Baulärm ihre Prüfungen ablegen könnten. Zum einen könne ein unter solchen Beeinträchtigungen abgelegtes Abitur leicht angefochten werden, zum anderen lege die Schule Wert darauf, dass die Schüler gute Bedingungen haben. „Das Abitur ist immer ein Stress, den wollen wir nicht noch verstärken“, sagt Meyer. 186 Abiturienten gibt es heuer am Weilheimer Gymnasium, damit legt ausgerechnet im Sanierungsjahr einer der stärksten Jahrgänge seine Prüfung ab.

Die große Schülerzahl wird auch bei den mündlichen Abiturprüfungen für Platzprobleme am Weilheimer Gymnasium sorgen. Kürzlich habe es eine Ortsbegehung am Gymnasium gegeben, mit dem Ziel, noch weitere Räume für die mündlichen Abiturprüfungen zu finden, sagt Meyer: „Da stellt man fest, was man doch für schöne Möglichkeiten hat.“ Heuer würden jetzt auch die Musikräume, der Meditationsraum und das Schlichterzimmer für die Prüfungen genutzt.

Von Raumnot kann auch der Direktor des Penzberger Gymnasiums, Bernhard Kerscher, ein Lied singen: „Wir haben das grundsätzliche Problem, dass wir keine Aula oder einen anderen großen Saal haben.“ So müssten während des Abiturs immer ein paar Klassen auf Exkursion geschickt werden, damit genügend Räume zur Verfügung stünden, sagt Kerscher. Er hofft, dass vielleicht im kommenden Jahr, die Stadthalle fürs Abitur genutzt werden könne. In Penzberg treten heuer 115 Schüler zum Abitur an. In Weilheim wie in Penzberg stellt sich nach den schriftlichen Klausuren, die diese Woche abgeschlossen werden, das Problem, dass die Lehrer schnell korrigieren müssen, denn noch vor den Pfingstferien sollen alle Schüler wissen, wie sie abgeschnitten haben. „Das ist heuer furchtbar knapp“, sagt Kerscher.

Kathrin Hauser

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