+
Höchst ästhetische Arbeiten auf Papier und aus Bronze zeigt die Böbinger Künstlerin Andrea Kreipe in Weilheim. 

Ausstellung in der „Galerie Kunstforum“

Feine Werke, fein präsentiert

  • schließen

Eine besondere Ausstellung ist derzeit in der „Galerie Kunstforum“ zu sehen.  Die Bildhauerin Andrea Kreipe  fügte Bilder und Skulpturen zu einer zauberhaften Schau zusammen.

Weilheim – „Klein, aber fein“ – dieser Titel ist weder neu noch besonders originell, aber er hat selten so gut gepasst wie derzeit in der Weilheimer „Galerie Kunstforum“. Der Böbinger Bildhauerin Andrea Kreipe ist dort eine in jeder Hinsicht feine, eine sensible und ausgesprochen ästhetische Ausstellung gelungen. Ihre wahrlich feinen Werke werden auch fein präsentiert – was in diesem kleinen Raum schon für sich eine Kunst ist.

Immerhin 35 Arbeiten hat die 60-Jährige in der Minigalerie untergebracht, nein, sie hat sie dort stimmig hineinkomponiert. Da ist nichts zu viel, nichts zu wenig. Kreipes Bilder schaffen gleichsam einen Raum für Kreipes Skulpturen, so beschrieb es ihr Künstlerfreund und -kollege Wolf Schindler bei der Vernissage. Er würdigte die Bildhauerin, die vor 17 Jahren zu den Gründern des „Kunstforums Weilheim“ gehörte, als „treibende Kraft vieler Projekte“ – und als „offene, auf die Menschen zugehende, aber auch kritische zeitgenössische Künstlerin“.

Bekannt wurde Andrea Kreipe in der Kreisstadt vor allem durch ihr großes, kühn geschwungenes „Geschichtsband“, das seit 2001 die Grünanlage vor dem Sparkassen-Neubau am Mittleren Graben ziert. Vergangenen Juni war sie Leiterin der 2. „Kunstmesse Weilheim“ in der Stadthalle. Auch „klein, aber fein“ hat sich die Künstlerin, die in Hannover geboren wurde und Bildhauerei an der Kunstakademie München studierte, schon mehrfach in Weilheim präsentiert. Was sie nun in der „Galerie Kunstforum“ zeigt, überrascht deshalb nicht – doch es überzeugt vollends. 

Wie reizend sind etwa die exquisiten kleinen Buch-Bronzen! Sie verweisen „auf etwas ganz Wertvolles, vielleicht sogar vom Untergang Bedrohtes“, wie Schindler sagte. Aus einem Büchlein lugt eine Eidechse hervor – Tiere sind ein größeres Thema dieser kleinen Ausstellung, und jedes ruft auf feine Art zu Achtsamkeit, zu Respekt vor der Schöpfung auf. Am meisten bannen freilich die sinnlichen Frauen-Torsi die Blicke der Besucher, etwa „Die Wartende“. Auch der Laudator war von ihnen angetan: „Sie ruhen, diese Bronzen, als wollten sie uns auffordern, dass wir uns nur ihnen widmen.“

Zunächst zufällige Ergebnisse der Oxidation von Eisenplatten auf Papier sind die Bilder, die Andrea Kreipe für diese Präsentation auswählte. Aber vor allem sind es magische Ergebnisse. „Hinter dem, was so ästhetisch daherkommt, stecken Jahre und Jahrzehnte von Studium und Erfahrung“, sagte Schindler – „und für uns ist es nun Inspiration und Kontemplation“. Mehr kann man sich von einer Kunstausstellung ja wohl nicht wünschen.

Zu sehen

bis zum 30. Dezember in der „Galerie Kunstforum“, Obere Stadt 30 in Weilheim: Do/Fr/Sa 16-19 Uhr.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Penzberg ist der Wirtschaftsstandort Nummer eins“
Die Stadt Penzberg sucht sich wieder einen Wirtschaftsförderer. Wie berichtet, hat der Stadtrat die Ausschreibung der seit dem Weggang von Rolf Beuting im Jahr 2014 …
„Penzberg ist der Wirtschaftsstandort Nummer eins“
In 17,5 Stunden auf den Everest radeln? Für diese beiden Supersportler kein Problem!
Jürgen Kreibich und Rupert Palmberger haben ihre „Everest Challenge“ bestanden – und wie: Die beiden Radsportler sind in einer Zeit von 17,5 Stunden 25-mal den Hohen …
In 17,5 Stunden auf den Everest radeln? Für diese beiden Supersportler kein Problem!
528 Plastikenten waren in Huglfing am Start
Ausnahmezustand herrschte am Sonntagnachmittag in Huglfing. Der Arbeitskreis Kultur und Geschichte veranstaltete zum achten Mal ein Entenrennen.
528 Plastikenten waren in Huglfing am Start
Frau fährt rückwärts am Ammerdamm - und gefährdet Radler
Eine unter einer Psychose leidende Frau wollte an der Ammerbrücke in Wielenbach der Polizei davonfahren - erst nach mehreren Versuchen konnten sie die Beamten stoppen.
Frau fährt rückwärts am Ammerdamm - und gefährdet Radler

Kommentare