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Eine Ausstellung, die vor allem abends bezaubert, zeigt die „Galerie Kunstforum“ in Weilheims Oberer Stadt. 

Ausstellung zum Lichtkunstfestival  

Weilheims leuchtendste Momente

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Leuchtende Erinnerungen und helle Vorfreude vereint eine Ausstellung zum Weilheimer Lichtkunstfestival. Sie lädt zum Schwelgen ein – und dazu, Kunst zu fördern.

Weilheim – Es ist keine Schau, die durch Quantität besticht. Nur sieben Werke zeigt die Ausstellung „Lichtkunst im Rahmen“; recht viel mehr hätten auch nicht Platz in der winzigen „Galerie Kunstforum“ in der Oberen Stadt.

Aber diese Exponate haben es in sich, haben in jeder Hinsicht Ausstrahlung. Es sind sieben Momentaufnahmen der Dießener Fotografin Sabine Jakobs vom 1. Weilheimer Lichtkunst-Festival im Oktober 2016 – von denen der Verein „Lichtkunst Weilheim“ edle Leuchtkästen im Format DIN A1 (rund 60x84 Zentimeter) produzieren ließ. Sie zeigen in Museumsqualität die Illumination von Philipp Geist auf dem Marienplatz und die spektakuläre Videoinstallation „Zeige deine Wunde“, die das spanische Künstlerkollektiv „Slidemedia“ für die Musikschul-Fassade ersann; sie z

eigen die blumigen Lichtmalereien des Berliners Robert Seidel an der Stadtmauer und das aufregende Rot, in das Markus Julian Mayer aus München den Lindnerstadl tauchte.
 Das „sehr flüchtige Medium der Lichtkunst“, wie „Kunstforum“-Vorsitzende Susanne Kohler bei der bestens, auch von vielen Stadträten besuchten Vernissage am Dienstagabend sagte, ist in Jakobs’ Motiven – die gemeinsam mit den Lichtkünstlern ausgesucht wurden – aufs Bezauberndste festgehalten. Ihre beste Wirkung entfalten sie natürlich, wenn’s drumherum dunkel wird, weshalb die Galerie für diese Schau abends öffnet. Durchs große Schaufenster lohnt sich auch außerhalb der Öffnungszeiten ein Blick.

Doch Weilheim sollte nicht nur staunen und ein bisschen stolz sein angesichts dieser Erinnerungen ans Lichtkunst-Festival. Wer immer es sich leisten kann, sollte hier in Kunst investieren – für private oder auch öffentliche Räume. Der Preis von 2975 Euro für einen der Leuchtkästen (die auch aus 43 weiteren Motiven produziert werden können und auf je drei Exemplare limitiert sind) ist stolz und doch angemessen. Für 320 Euro gibt es außerdem hochwertige „Prints“, und auch Postkarten sind erhältlich.

Lichtkunst ist aufwändig – und Unterstützung nötig, wenn das Festival etabliert werden soll. „Der Verein und die Stadt allein können es nicht stemmen, da müssen viele mithelfen“, sagte Bürgermeister Markus Loth bei der Vernissage und war voll des Lobes über das Festival: „Das war ein Riesenereignis, ich hab’ nur Positives darüber gehört.“ Ein zweite Ausgabe im Herbst 2018 steht fest. „Wir haben also schon ,ja’ gesagt“, wandte sich Vereinsvorsitzende Ragnhild Thieler an die Besucher: „Jetzt müssen Sie auch noch ,ja’ sagen!“

Zu sehen

ist die Ausstellung „Lichtkunst im Rahmen“ bis zum 29. Juli in der Weilheimer „Galerie Kunstforum“ (Obere Stadt 30): Do/Fr/Sa 18-22 Uhr. Beim „Oberstadtlerfest“ am Samstag, 22. Juli, ist bereits ab 16 Uhr geöffnet. Infos im Internet: www.lichtkunst-weilheim.de, www.fotografie-jakobs.de.

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