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Großes Gesprächsthema am Dietlhofer See war gestern der Fischbiss. An diesem Steg soll er sich laut Badegästen ereignet haben. 

Badeunfälle gehen glimpflich aus

An Angelhaken verhakt und vom Fisch gebissen

Zwei ungewöhnliche Unfälle hatten Einsatzkräfte in Penzberg und Weilheim zu betreuen. In der Loisach hatte sich eine 15-Jährige an einem Angelhaken verhakt, und am Dietlhofer See wurde ein Mann von einem Fisch gebissen.

Penzberg/Weilheim Eine 15-jährige Schülerin aus Bichl ist am gestrigen Mittwoch bei einem Badeunfall glimpflich davongekommen, was sie laut Polizei dem beherzten Einsatz eines Sanitäters zu verdanken hat.

Gegen 15.20 Uhr erhielt die Penzberger Polizeiinspektion eine Mitteilung, dass ein Kind auf Höhe der Eisenbahnbrücke in der Loisach treibe und sich an einem Ast festhalte. Zeitgleich wurde der Rettungsdienst, die Wasserwacht Penzberg sowie die örtliche Feuerwehr alarmiert. Auch der Hubschrauber „Christoph Murnau“ aus der Murnauer Unfallklinik machte sich auf den Weg. Nach kurzer Zeit konnte jedoch Entwarnung gegeben werden.

Die 15-Jährige war im Bereich zwischen Schönmühl und Sägewerk beim Baden in der Loisach gewesen. Als sie das Wasser verlassen wollte, hielt sie sich laut Polizei in Ufernähe an einem Ast fest. Dabei verfing sich die Jugendliche an einem Angelhaken, der sich mit einem Stück Angelschnur im Geäst verheddert hatte. Der Haken ließ sich zuerst nicht vom Finger lösen. Erst ein Sanitäter fand die Lösung: Er biss die Angelschnur kurzerhand durch und befreite die 15-Jährige aus ihrer misslichen Lage. Die leichte Verletzung am Finger wurde von den Rettungskräften ärztlich versorgt.

Bereits am Sonntag ereignete sich ein seltener Badeunfall am Dietlhofer See in Weilheim: Ein älterer Herr wurde im Uferbereich an einem Steg in der Nähe der Gaststätte von einem Fisch in den Fuß gebissen. „Es war ein Fischbiss, welche Art Fisch es war, wissen wir nicht“, sagt Wolfgang Strauß, der technische Leiter der Kreiswasserwacht. Helfer der Wasserwacht, die am Sonntag am Dietlhofer See im Einsatz waren, versorgten die Bisswunde und verständigten den Rettungsdienst. Der Verletzte wurde anschließend mit dem Krankenwagen ins Weilheimer Krankenhaus gefahren, wo die Verletzung gesäubert und desinfiziert wurde. Laut Strauß gab es im vergangenen Jahr schon einmal einen solchen Biss im Dietlhofer See, „davor lange Jahre nichts.“

Im Dietlhofer See gibt es viele Fische – auch Raubfische wie Hechte, Waller und Zander. Dennoch: „Es ist das erste Mal, dass ich höre, dass so etwas am Dietlhofer See passiert“, sagt der Vorsitzende des Fischereivereins Weilheim, Herbert Ullmann. Er geht davon aus, dass es ein Hecht war, der zugebissen hat. Ullmann ist überzeugt davon, dass es sich dabei um ein Versehen gehandelt hat. In trübem Wasser könne so etwas schon mal passieren, so der Vorsitzende. Das komme aber äußerst selten vor. Vermutlich habe sich der Raubfisch, auf Beute lauernd, im Gebüsch unter dem Steg versteckt, und dabei habe er den Fuß des Mannes mit Nahrung verwechselt. Meist passiere das, wenn der Mensch glitzernden Schmuck trage. Dennoch gebe es keinen Grund dafür, sich im Dietlhofer See vor Fischen zu fürchten: „Normalerweise kommt so etwas nicht vor, ein Raubfisch würde einen Manschen nie absichtlich angreifen“, so Ullmann.

Simon Nutzinger und Kathrin Hauser

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