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Inspizieren die Höhlen in den Bäumen: Gregor Leisching und Paloma Ziegelmeier an einer der Kastanien. 

bäume in Weilheim

Vor der Säge kommen die Kontrolleure

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Höhlen in den alten Kastanien  am Badeweg  könnten von Fledermäusen und Käfern bewohnt sein.  Das muss vor dem Fällen untersucht werden.

In Reih und Glied lagen die Bäume am Straßenrand am Narbonner Ring, ehe sie verarbeitet wurden. 

Weilheim – Die Motorsägen laufen in Weilheim heiß. An der Staatsstraße nach Seeshaupt am östlichen Stadtrand wurden in den vergangenen Tagen Bäume gefällt, aber auch am Narbonner Ring. Umgesägt lagen elf Ende der vergangenen Woche am Straßenrand, und nicht wenige Autofahrer und Spaziergänger, die vorbeikamen, machten ihrem Unmut Luft. „Ich bin entsetzt“, sagte ein Passant, als er die Stämme an der Ecke Hardtfeld liegen sah. Eine Autofahrerin stoppte ihr Fahrzeug fast mitten auf der Straße, um mit ihrem Handy Fotos zu machen.

Elf Ahorne und Robinien, die Hälfte davon noch jung, mussten weichen, weil auf dem Areal östlich des Narbonner Rings das neue Baugebiet „Am Hardtfeld II“ entsteht (wir berichteten).

Die nächste Fällung steht schon ins Haus: Am Badeweg, der von der Altstadt zur Ammer führt, soll in diesen Tagen die mächtige Kastanienallee ausgelichtet werden. Zehn der über 100 Jahre alten Bäume müssen aus Sicherheitsgründen weichen, so der Beschluss des Bauausschusses des Stadtrates. Ob sie wie vorgesehen nächste Woche gefällt werden können oder ob damit noch gewartet werden muss, ist allerdings noch offen. Das kann erst gesagt werden, wenn Gregor Leisching, Baumkontrolleur der Stadtwerke Weilheim, und Paloma Ziegelmeier, Fachagrarwirtin für Baumpflege und Baumsanierung, ihre Arbeit abgeschlossen haben. Sie machen gerade eine artenschutzrechtliche Habitat-Untersuchung, wie sie vom Naturschutzrecht für Altbaumbestände vorgesehen ist.

Ihr Augenmerk gilt den Höhlen in den Baumstämmen. Denn dort könnten sich geschützte Fledermäuse, Vögel oder auch Käfer eingenistet haben. Normalerweise müssen Bäume bis 28. Februar gefällt sein, die Frist kann in Ausnahmefällen aber verlängert werden, so Leisching.

An Stelle der zehn Kastanien, die am Badeweg gefällt werden, sollen neue, schon etwas größere Bäume gepflanzt werden, um die Allee so wieder zu schließen.  

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