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Soll nun doch eine Schranke bekommen: der Bahnübergang an der viel befahrenen Forster Straße.  

Bahnübergang Forster Straße

Die Schranke kommt – aber wann?

Der unbeschrankte Bahnübergang an der Forster Straße in Peißenberg soll laut Deutsche Bahn nun doch eine Schranke bekommen. Wann, ist allerdings noch unklar. Deswegen kämpfen die Familien Reichhart und Ade weiter für eine schnelle Lösung.

Peißenberg – Nach dem jüngsten Zugunfall am unbeschrankten Bahnübergang an der Forster Straße haben die beiden Peißenberger Familien Ade und Reichhart beschlossen, zu handeln. Sie haben Briefe an den Landkreis, die Gemeinde Peißenberg, das Bundesverkehrsministerium und die „DB Netz AG“ der Deutschen Bahn, geschrieben, mit dem dringenden Appell, doch endlich etwas zu unternehmen, um den Bahnübergang an der Forster Straße sicherer zu gestalten.

Vergangene Woche hatten dann alle auf die Briefe geantwortet – bis auf die Bahn. Inzwischen liegt auch deren Antwortschreiben vor. Mit überraschender Mitteilung: „In der Planung ist auch eine Schrankenanlage vorgesehen.“ Dass eine „Halbschranke“ kommen würde hatte der damals noch amtierende Bundesverkehrsminister und Peißenberger Alexander Dobrindt bereits in seinem Brief an die Familien angekündigt.

Die Bahn teilt in ihrem jüngsten Schreiben an die Familien mit, sie befinde sich aktuell in der Vorplanung für die Erneuerung des Bahnübergangs Forster Straße, die im Zusammenhang mit der Errichtung eines neuen elektronischen Stellwerks in Peißenberg, dem Neubau des Bahnsteigs und der Bahnübergänge Ludwigstraße und Sulzer Straße stehe.

Wann der unbeschrankte Bahnübergang an der Forster Straße seine Schranke bekommt, darüber ist in dem Schreiben nichts zu lesen: „Nach aktuellem Terminplan soll das zu einer Realisierung erforderliche Planfeststellungsverfahren voraussichtlich im April 2018 beantragt werden.“ Die Schranke an der Forster Straße ist also Teil dieser ganzen Maßnahmen, für die das Planfeststellungsverfahren eingeleitet wird. Also muss damit gerechnet werden, dass sie erst in ein paar Jahren für einen sichereres Überqueren der Bahnschienen sorgt. Das ist den Familien Reichhart und Ade zu vage: „Das hört sich für mich nach St. Nimmerleinstag an“, sagt Stefan Reichhart.

Seine Mitstreiter und er möchten erreichen, dass es eine konkrete Äußerung gibt, wann die Schranke tatsächlich stehen wird. Und noch etwas stößt dem Peißenberger sauer auf: Im Schreiben der Bahn steht, dass die Bahn nicht alleine über die Sicherung von Bahnübergängen entscheide, sondern bei regelmäßige Verkehrsschauen verschiedene Stellen beim Thema „Sicherheit“ mitreden dürfen. An der letzten Verkehrsschau am Bahnübergang Peißenberg hätten unter anderem das Landratsamt als Straßenbaulastträger und die Polizei teilgenommen. „Dabei wurde festgestellt, dass die vorhandene Sicherung für die örtlichen Gegebenheiten angemessen ist“, heißt es in dem Schreiben der Bahn. Davon stehe aber wiederum nichts in der Antwort des Landratamtes an die beiden Familien.

„Ich möchte vom Landratsamt wissen, mit welcher Begründung die Sicherung dort angemessen ist“, sagt Stefan Reichhart. Eine schnelle Lösung für die Forster Straße wünschen sich nicht nur die Familien Reichhart und Ade, das hat Stefan Reichhart in den vergangenen Tagen von vielen Peißenbergern erfahren. „Viele haben uns gesagt, dass es gut ist, dass wir uns darum kümmern“, sagt Reichhart.

Kathrin Hauser

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