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2018 gibt es eine Landesgartenschau in Würzburg. Unter anderem mit diesem Bild vom „Garten der Muße“ wird für die Veranstaltung geworben.

Die Stadt als „heißer Kandidat“

Landesgartenschau für Weilheim?

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Soll Weilheim in sechs oder acht Jahren Schauplatz der Bayerischen Landesgartenschau sein? Die Stadt hat ihr Interesse bekundet, ein Konzept soll Möglichkeiten aufzeigen. Ob man sich dann tatsächlich bewirbt, ist noch offen.

Weilheim– Die Idee kommt nicht etwa aus dem hiesigen Rathaus, sondern „von oben“: Die „Bayerische Landesgartenschau GmbH“ fragte vergangenen Oktober bei der Stadt Weilheim an, ob sie sich für die Landesgartenschau 2024, 2025 oder 2026 bewerben möchte. Geschäftsführerin Dagmar Voß war inzwischen zu Besuch in Weilheim, inspizierte mit Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt und Jutta Liebmann (Amt für Standortförderung, Kultur & Tourismus) die Stadt – und war offenbar recht angetan: Weilheim sei ein „heißer Kandidat“ für die Gartenschau, berichtete Roppelt diese Woche im Bauausschuss des Stadtrats.

Ob Weilheim das auch sein will, das soll in den kommenden Monaten geklärt werden. Einstimmig beschloss der Bauausschuss, einen Landschaftsplaner mit der Erstellung eines Konzepts zu beauftragen. Daraus soll beispielsweise hervorgehen, wo Ausstellungsflächen möglich und sinnvoll wären oder welche Wege angelegt und verbessert werden könnten. „Wir wissen eigentlich gar nicht, welches Potenzial da bei uns schlummert“, so Roppelt.

Ein wichtiges Ziel wäre für die Stadtbaumeisterin, „die Altstadt und die Ammer näher zusammenzubringen“, also bessere und attraktivere Wegverbindungen zu schaffen. Auch an der Ammer selbst könnte sie sich Neugestaltungen vorstellen. Bereits laufende Projekte wie das Spielplatz- oder das Radwegekonzept würden dafür schon einiges Material liefern.

Bei den Landesgartenschauen – die erste fand 1980 in Neu-Ulm statt  – geht es nicht um das einmalige Ereignis, sondern um „nachhaltige Impulse für eine umwelt- und naturfreundliche Stadtentwicklung“, wie es seitens der GmbH heißt: „Dauerhafte wertvolle Landschaftsräume und Erholungsflächen sollen geschaffen oder bestehende weiterentwickelt werden. Das verbessert die Lebensqualität der Bevölkerung vor Ort.“ An den Investitionen beteiligt sich der Freistaat Bayern mit 50 Prozent.

Ob Weilheim sich tatsächlich für eine Landesgartenschau bewirbt, ist noch völlig offen. Aber die Idee gefiel den Stadträten im Bauausschuss durchaus. Er sei „voll dafür“, sagte etwa Rupert Pentenrieder (BfW): „Weilheim ist eine sehr schöne, grüne Stadt, wir brauchen uns nicht zu verstecken.“ Und Bürgermeister Markus Loth verwies darauf, dass bislang noch jede Stadt einen „nachhaltigen Nutzen“ von einer solchen Gartenschau hatte: „Ich kenne keinen Kollegen, der da etwas anderes sagen würde.“

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