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An der Westseite der Münchener Straße gibt es seit langem einen – in beide Richtungen befahrbaren – Geh- und Radweg. Heuer soll nun auch ein Geh- und Radweg auf der anderen Seite gebaut werden.

Münchener Straße und Deutenhausener Straße

Weilheim: Sicherer radeln Richtung Norden und Osten

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300 000 Euro sind im Stadt-Haushalt 2019 für den Bau von Fahrradwegen eingeplant. Sie sollen vor allem in das erste Teilstück eines Geh- und Radwegs an der Ostseite der Münchener Straße fließen – vom Töllernkreisel bis zu „Aldi“. Das wurde am Dienstag im Rathaus beschlossen.

Weilheim – Die Mitglieder des Verkehrs- und des Bauausschusses votierten in einer kombinierten Sitzung am Dienstag einstimmig dafür, diesen ersten Abschnitt eines Radwegs an der Ostseite der Münchener Straße heuer zu verwirklichen. Doch zuvor wurde lange und auch kontrovers diskutiert. Denn mehrere Stadträte hielten die Realisierung eines Radwegs entlang der Deutenhausener Straße für dringlicher: Aktuell, so betonte insbesondere Klaus Gast (CSU), müssen dort Schüler und alle anderen Radler bis zur Einmündung Wiesenweg (stadtauswärts gesehen) auf der Straße fahren, ohne Radweg oder Schutzstreifen. Wohingegen es an der Münchener Straße bereits einen – in beide Richtungen nutzbaren – Geh- und Radweg auf der Westseite gibt.

Allerdings: Mangels konkreter Planung könne eine dauerhaft sinnvolle Lösung an der Deutenhausener Straße noch nicht heuer realisiert werden, wie es in der Sitzung hieß. In einer zweiten Abstimmung beschlossen der Bau- und der Verkehrsausschuss deshalb einmütig, diese Planung jetzt in Auftrag zu geben und nach Möglichkeit 2020 umzusetzen. Als Provisorium will man aber möglichst noch 2019 wenigstens einen Schutzstreifen für Radler auf der Deutenhausener Straße markieren, vom letzten Wohnhaus auf der Südseite der Straße bis zum Wiesenweg. Auch dafür ist allerdings eine Querungshilfe beim Wiesenweg nötig. Und ob diese heuer noch gebaut werden kann, das ist laut Martin Dondl, dem zuständigen Sachgebietsleiter im Staatlichen Bauamt, ungewiss.

Insgesamt warb Dondl klar dafür, bald einen Geh- und Radweg an dieser Stelle zu verwirklichen und es keinesfalls bei einem Provisorium zu belassen. Er sagte sogar zu, dass der Freistaat 50 Prozent der Kosten übernehme – sehr zur Freude der Stadträte. Denn der Geh- und Radweg in diesem Bereich – samt erforderlicher Entwässerung – wird laut Schätzung des Stadtbauamts rund 330 000 Euro kosten. Langfristig wird dieser Weg Teil eines Geh- und Radweges zwischen Weilheim und Seeshaupt sein, für den beide Gemeinden demnächst eine Vorplanung erstellen lassen (Bericht folgt).

Hingegen liegt für den ersten Abschnitt an der Ostseite derMünchener Straße die konkrete Planung vor: Dort soll dieses Jahr vom Töllernkreisel bis zur „Aldi“-Einfahrt ein 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg gebaut werden. Den nötigen Grund hat die Stadt schon, doch müssen Stützmauern errichtet werden. Die Kosten liegen bei rund 214 000 Euro. In einem zweiten Bauabschnitt soll der Geh- und Radweg später in gleicher Breite bis zur Einfahrt des „Fristo“-Getränkemarktes fortgeführt werden; dort ist eine Querungshilfe über die Münchener Straße zum „Einkaufspark Neidhart“ vorgesehen. Für diesen Teil sind insgesamt rund 230 000 Euro fällig. Als weitere Fortführung bis zum Unterhausener Kreisverkehr würde in einem dritten Bauabschnitt dann ein 1,25 Meter breiter Schutzstreifen für Radler genügen, so der Tenor in den Ausschüssen.

Eine Abfuhr gab es hingegen für den ebenfalls seit langem diskutierten Ausbau des Heseloher Wegs als Radverbindung zwischen Schmädl- und Stainhartstraße. Eckart Stüber (Grüne) drängte darauf, auch diese heuer noch zu realisieren. Doch der Verkehrsausschuss hat dieses Projekt gestern mit 5 zu 4 Stimmen abgelehnt. Bürgermeister Loth will am 21. März aber nochmal den Gesamt-Stadtrat darüber abstimmen lassen.

Magnus Reitinger

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