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So soll er aussehen, der neue Busbahnhof: Die Computeranimation zeigt den Entwurf, der ab 2018 verwirklicht werden soll.
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So sieht es aus, das Areal, auf dem der Busbahnhof im Anschluss an Gleis 1 gebaut werden soll.

Baubeginn ist 2018

Erst der ZOB, dann das Bahnhofsumfeld

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 „ZOB“, diese  Buchstaben stehen für „Zentraler Omnibusbahnhof“, und bald sollen sie auch in Weilheim zu lesen sein. Mitte 2018 soll der Bau beginnen. Des Weiteren bringt die Stadt das ganze Bahnhofsumfeld mit Bahnhofsallee, Bahnhofsvorplatz und Bahnhofsstraße auf Vordermann. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund acht Millionen Euro.

Weilheim - Eigentlich war der Spatenstich für den ZOB schon für dieses Jahr gedacht. Die Pläne liegen seit Abschluss eines Architektenwettbewerbs im Jahr 2014 vor, und eine Zusage der Regierung von Oberbayern für einen Zuschuss in Höhe von rund drei Millionen Euro gibt es schon fast ebenso lang. Doch es ist immer wieder zu Verzögerung gekommen. Zuletzt durch eine Ausschreibung für das ZOB-Dach. Die musste aufgehoben werden, weil „kein wirtschaftliches Angebot

vorlag“, wie es bei der Bekanntgabe im Stadtrat hieß. Zudem kam es zu Verzögerung bei der Baufeldfreimachung.

„Der erste Bauabschnitt an der nördlichen Bahnhofsallee und dem Bereich Busbahnhof ist, wenn alles gut läuft“, so Bürgermeister Markus Loth bei der Einweihung des barrierefreien Bahnhofs am vergangenen Montag, ab Mitte 2018 geplant. Aktuell seien die Bodenanalysen und -bohrungen im Bahnhofsumfeld abgeschlossen. Sie werden vom Wasserwirtschaftsamt ausgewertet. Im Anschluss daran sollen die Ausschreibungen für die Sanierungsarbeiten erfolgen. Darunter fällt die Suche nach Kampfmitteln wie alten Fliegerbomben und deren mögliche Räumung ebenso wie die Altlastensanierung.

In neun Punkten fasste Loth das Konzept für die barrierefreie Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes zusammen.Ein Überblick:

  • Der ZOB wird niveaugleich an das Gleis 1 des Bahnhofs angebunden.
  • Unter einem hellen und modernen Stahl-Glasdach werden fünf Haltestellen für den regionalen Busverkehr entstehen.
  • Die Wartebereiche werden hell und luftig gestaltet, „die barrierefreie Ausstattung ist selbstverständlich“.
  • Vor dem Bahnhofsgebäude wird eine Stadtbushaltestelle entstehen. Unter einem Dach aus Baumkronen von Plantanen können sechs Busse gleichzeitig warten oder ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden.
  • Sämtliche Beläge am Bahnhofsvorplatz, der Bahnhofsstraße und der Bahnhofsallee werden neu gestaltet.
  • Insgesamt werden über 700 Fahrradabstellanlagen errichtet, zum größten Teil werden sie überdacht oder in Rad-Parkhäusern untergebracht.
  • Entstehen werden auch Kurzzeitparkplätze und Parkplätze für Behinderte sowie Taxistände und Stellplätze für die Fahrzeuge von Bahnbeschäftigten.
  • Radwegverbindungen nach Süden und Norden werden angelegt und verbessert.

Direkt gegenüber des Bahnhofsgebäudes entsteht ein eigenes WC-Gebäude mit einer Behindertentoilette.

Die Stadt kann bei der Finanzierung der Gesamtkosten von rund acht Millionen Euro mit Zuschüssen rechnen. Die Förderquote liegt laut Loth bei rund 30 Prozent, so dass die Stadt zwischen fünf und sechs Millionen Euro der Kosten stemmen muss.

„Mit Abschluss dieses Mammutprojektes werden wir dazu beitragen, das Reisen mit der Bahn und auch dem öffentlichen Personennachverkehr noch attraktiver zu machen“, gab Loth sich selbstbewusst. Dadurch ließen sich weitere Fahrgäste für Bus und Bahn gewinnen. Belastungen durch den Straßenverkehr und der schädliche CO2-Ausstoß könnten reduziert werden.

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