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Dagegen: Dr. Giselher Propach (l.) und Ulrich Klinkicht (M.) informierten Weilheimer Bürger an einem Infostand auf dem Marienplatz.

Unterschriftensammlung

BauKulturfreunde fordern: „Mehr Grün statt mehr Grau“

Mit der von der Stadt Weilheim geplanten Neugestaltung der Fläche vor der Stadtmauer „Am Riss“ ist die Initiative „BauKulturfreunde Weilheim“ nicht einverstanden. Deshalb startete sie jetzt eine Unterschriftenaktion, in der sich Bürger gegen das Vorhaben aussprechen können.

Weilheim – Unter dem Motto „Stadt grau lieber grün“ informierten sie am Samstag auf dem Marienplatz in Weilheim über ihre Ziele. Als der Infostand gegen 13 Uhr geschlossen wurde, stellte Initiativ-Sprecher Ulrich Klinkicht fest, dass bereits 200 Unterschriften gesammelt wurden. Klinkicht hält das Vorhaben – gebaut werden sollen ein Stadtbalkon und ein Boule-Platz, der im Winter als Eisfläche genutzt wird – für Geldverschwendung.

Die Eisfläche sei zum Eislaufen zu klein, außerdem werde es sie gar nicht geben, weil es keine kalten Winter mehr gebe, argumentiert der Initiativ-Sprecher weiter. Zudem würden beim Bau aus den veranschlagten bisher 150 000 Euro durch Kostensteigerung „bestimmt 250 000 Euro“, so seine Schätzung. Der Alternativ-Vorschlag der Initiative sieht vor, die vorhandene Grünfläche so zu belassen, wie sie ist, und eine Weide als Ersatz für diejenige zu pflanzen, die bei Bauarbeiten beschädigt und dann gefällt wurde. Außerdem sollte der kaum benutzbare schmale Gehsteig zur Grünfläche hinzugenommen werden.

Für Fußgänger sei dies kein Nachteil, da auf der anderen Straßenseite ein breiter Gehsteig vorhanden ist. Außerdem gibt es an der Stadtmauer zwei Ost-West-Verbindungen für Fußgänger. Ein Weilheimer Geschäftsmann, der ebenfalls auf der Liste unterschrieben hat, will damit dagegen protestieren, dass die Stadt das Geld der Bürger falsch einsetzt.

Er hält es für sinnvoller, den kleinen Park in seiner derzeitigen Form zu belassen und das eingesparte Geld für den Bau von altstadtnahen Parkplätzen zu verwenden. Der Einzelhandel in der Altstadt werde nämlich nicht nur durch Gewerbeparks am Stadtrand und den Internethandel kaputt gemacht, sondern auch durch fehlende Parkplätze. Laut Klinkicht will die Initiative noch einen Monat lang Unterschriften sammeln und diese dann Bürgermeister Markus Loth übergeben.

Unterschriftslisten

und weitere Informationen über die Initiative sind auf der Website www.baukulturfreunde.de“ verfügbar. Die Aktion soll bis Mitte Mai weitergeführt werden.

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