1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Weilheim

Bauprojekt in Weilheim: Autowaschen in 50-Meter-Halle

Erstellt:

Von: Andreas Baar

Kommentare

null
So soll die Sauger-Halle aussehen. © Betreiber

Weilheim bekommt eine der größten Autowaschanlagen in der Region. Die Betreiber feierten  im Gewerbegebiet Leprosenweg den Spatenstich. Clou ist eine 50 Meter lange Sauger-Halle. Bei der Stadt freut man sich über die Ansiedlung.

Weilheim – Auf dem leeren, unkrautbewachsenen Grundstück am Leprosenweg kündigt ein großes Schild vom Vorhaben: Weilheim soll einen modernen Auto-Waschpark bekommen. Mit der Ankündigung ist es nun vorbei. Die Investoren und Betreiber sowie Vertreter der Stadt feierten den offiziellen Spatenstich.

Erste Idee schon 2017

Im Sommer 2017 entstand bei Jürgen Körner und Gabriele Frey-Körner die erste Idee für das Weilheim-Projekt. Die Kreisstadt tauchte bei einem geschäftlichen Termin auf dem Radar des Unternehmer-Ehepaars auf. Ein geeignetes Grundstück zu finden, erwies sich jedoch als schwierig. Man sei „durch Zufall“ auf das unbebaute Grundstück im Gewerbegebiet – neben dem fünfstöckigen Gebäude der Oberland-Schulen und unweit des neuen Huawei-Werks – gestoßen, berichtet Körner, Geschäftsführer der künftigen „Die Autowäscherei“. Auf das Areal würde doch perfekt eine Waschanlage passen, dachte man sich.

Standortförderer zufrieden

Im Januar 2019 hatte der Bauausschuss die Anfrage der Investoren einstimmig befürwortet. Bei Standortförderer Stefan Frenzl stießen die beiden Autowasch-Betreiber, nach eigenen Angaben wird aktuell eine verpachtete Einrichtung in Neusäß zum Portfolio gezählt, auf offene Ohren. Im Norden Weilheims sei „der Spielraum am größten“, sagt Frenzl im Hinblick auf die Lage am Leprosenweg. Nahe der B 2-Zufahrt aus Richtung Starnberg bedeutet es auch eine Entlastung für das Stadtgebiet, betont der Standortförderer. Schließlich rechnet man mit einem nicht unerheblichen Verkehrsaufkommen. Frenzl: „Da ist schon ordentlich was los.“

48 Meter lange Waschstraße

Den Nutzern soll auf dem knapp 2500 Quadratmeter großen Areal einiges geboten werden. Gabriele Frey-Körner spricht von einem „neuen Konzept“, das es in dieser Form im Oberland selten gebe. Neben der circa 48 Meter langen eigentlichen Waschstraße, die bis zu 85 Fahrzeuge die Stunde schafft, wartet als Besonderheit eine Indoor-Sauger-Halle auf die Autoliebhaber. Zentral gesteuert und mit 16 Staubsaugerplätzen samt Zusatzausrüstung versehen.

50 Meter lange Sauger-Halle

Die Halle wird wegen ihrer Dimension durchaus auffallen. Immerhin fast 50 Meter Länge und 26 Meter Breite sind vorgesehen. Sechs Meter werde das Gebäude hoch, ist zu hören. Zum Schulgebäude hin wird das Dach begrünt, kündigt Frey-Körner an. Dies hatte der Bauausschuss als Auflage gemacht. Die restliche Fläche biete Platz für eine Photovoltaikanlage, auch diese hatten sich damals die Stadträte gewünscht.

Stadt begrüßt Ansiedlung

Seitens der Stadt wird die Ansiedlung begrüßt, wie zweite Bürgermeister Angelika Flock (CSU) betont. Die Betreiber hätten mit Weilheim „eine gute Wahl getroffen“, versichert die Lokalpolitikerin in Richtung des Unternehmer-Ehepaars. Flock würdigt den ökologischen Aspekt der Anlage: Gut 90 Prozent des verwendeten Wassers werden aufbereitet und erneut genutzt, versprechen die Betreiber. Dafür werden eigens Becken mit einem Fassungsvermögen von fast 90 000 Litern unter der Halle eingebaut, für die Reinigung ausgestattet mit extra Glasperlen-Filtern. Zudem verwendet man „ausschließlich biologisch abbaubare Waschmittel“, kündigt Gabriele Frey-Körner an.

Tiefe Pfähle nötig

Jetzt wird erstmal das zugewachsene Gelände abgetragen und der Untergrund vorbereitet. Was nicht einfach ist, wie Rudolf Götz, Geschäftsführer der Hallenbaufirma „GöSta“ aus dem oberpfälzischen Kohlberg, erklärt. Bis zu sieben Meter tief müssen Gründungspfähle in das schwammige Erdreich getrieben werden.

Start Anfang 2021

Der neue Weilheimer Waschpark soll Anfang 2021 in Betrieb gehen. Und dann nach Angaben von Geschäftsführer Körner sechs bis acht Arbeitsplätze für Festangestellte und Aushilfen bieten.

Auch interessant

Kommentare