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Der Rettungsdienst wird im Landkreis allein vom BRK geleistet. Über 150 Menschen waren dafür im vergangenen Jahr haupt- und ehrenamtlich im Einsatz.

Jahresstatistik

Rund 1400 Menschen beim Bayerischen Roten Kreuz im Landkreis aktiv

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Der Bombenfund am Bahnhof in Weilheim und der Brand im Kloster Rottenbuch gehören zu den besonderen Fällen, in denen das Bayerische Rote Kreuz (BRK) aus dem Landkreis im Vorjahr im Einsatz war. Insgesamt rückten Einsatzkräfte des  BRK-Kreisverbandes für über 10.000 Krankentransporte und mehr als 7500 Notarzt- und Notfalleinsätze aus.

Landkreis – Für den Rettungsdienst im Landkreis ist der BRK-Kreisverband alleine zuständig. Er betreibt sechs „Rettungswachstandorte“ – neben den rund um die Uhr besetzten Rettungswachen in Weilheim, Penzberg, Peißenberg, Schongau und Steingaden auch einen zwölf Stunden besetzten „Stellplatz“ in Bernried. Es standen ihm 2018 für den Rettungsdienst sieben Rettungswägen, fünf Krankenwägen und drei Notarzt-Einsatzfahrzeuge zur Verfügung. Die Fahrleistung betrug insgesamt 760 600 Kilometer. 72 Hauptamtliche, 15 Azubis zum Notfallsanitäter, vier Helfer im „Freiwilligen Sozialen Jahr“ und 67 Ehrenamtliche aus den BRK-Gemeinschaften engagierten sich im Rettungsdienst.

Ergänzt wird der Rettungsdienst unter anderem durch ehrenamtliche „Helfer vor Ort“, die in Notfällen bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Hilfe leisten und die 2018 rund 550-mal zum Einsatz kamen. Dies waren etwa 100 Einsätze mehr als 2017.

Einsätze des Kriseninterventionsteams sanken fast um die Hälfte 

Weitere Ergänzungen des Rettungsdiensts sind die Schnelleinsatzgruppe, die zum Beispiel bei Massenkarambolagen angefordert werden kann, die Rettungshundestaffel, die „Einsatzleitung-Rettungsdienst“(zur Koordinierung bei besonderen oder größeren Schadenslagen) und das Kriseninterventionsteam (zur psychischen Unterstützung für von einem Unglück indirekt Betroffene). Die Einsätze des Kriseninterventionsteams sanken deutlich – von 85 im Jahr 2017 auf 46 im vergangenen Jahr.

Eine Zunahme von zehn Prozent wurde im Behinderten- und Krankenfahrdienst verzeichnet: Die Zahl der Transporte stieg auf etwa 8750.

Etwa 4800-mal spendeten Freiwillige Blut

Der BRK-Kreisverband listet in seiner Bilanz für 2018 nicht nur 134 angestellte Mitarbeiter und rund 1300 aktive ehrenamtliche Mitglieder auf (darunter auch von Jugendrotkreuz und Wasserwacht), sondern auch mehr als 12 000 Fördermitglieder. Ehrenamtliche Arbeit wurde auch im Kleidermarkt „Schick“ in Peißenberg geleistet – 2180 Stunden gingen in die Bilanz ein (2456 Kundenkontakte).

4715 Menschen nahmen im vergangenen Jahr an 335 Kursen der Erste-Hilfe-Ausbildung teil. Und zum Jahresende waren 954 Teilnehmer am Hausnotrufsystem registriert – dieser Service verzeichnete über das Jahr bei den Nutzern eine Zunahme um neun Prozent.

Auch die Blutspende-Termine gingen in die Jahresstatistik des BRK-Kreisverbandes ein: 50-mal bestand im Landkreis die Gelegenheit zur Blutspende, und diese wurde etwa 4800-mal genutzt.

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