Stadtentwicklung in Weilheim

Neubaugebiet an der Eichtweide?

Über Neubauten am äußersten Weilheimer Stadtrand diskutierte der Bauausschuss. Es ging um zwei Grundstücke an der Eichtweide im Nordwesten.

Weilheim – Anlass war ein Vorbescheidsantrag für zwei noch zu vermessende Grundstücke nördlich des Wohnhauses Eichtweide 45, auf denen der Bauwerber jeweils ein Einfamilienhaus mit Garage errichten will – in „klassischem Außenbereich“, wie es in der Sitzung hieß. Laut Stadtbauamt sprechen einige Gründe gegen die beiden neuen Wohnhäuser an dieser Stelle: Im Flächennutzungsplan ist das Areal als „Fläche für die Landwirtschaft“ ausgewiesen, es liege keine Privilegierung vor, und durch die geplante Bebauung würden „Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege beeinträchtigt“. Zudem würde durch die Neubauten „eine bestehende Splitterbebauung verfestigt und erweitert“.

Andererseits wären die fraglichen Grundstücke „relativ unproblematisch zu erschließen“, befand Bürgermeister Markus Loth (BfW). „Das ist nur eine Frage der Situierung.“ So sah es auch die Ausschuss-Mehrheit und stimmte grundsätzlich für die Baumöglichkeit – wobei die beiden Häuser anders situiert werden müssten, als es der Bauwerber skizziert hatte.

Prinzipiell sei das Vorhaben „als Abrundung durchaus möglich“, argumentierte BfW-Stadtrat Rupert Pentenrieder, „da machen wir in der Natur nichts kaputt“. Die Kollegen der CSU und der FW sahen es ähnlich, allein SPD-Vertreterin Petra Arneth-Mangano war gegen die Neubauten: Bei der Überarbeitung des Flächennutzungsplans, so ihre Begründung, habe man sich „viele Gedanken gemacht“ und festgelegt, dass dort nicht gebaut werden solle.

Das wollte Stefan Zirngibl nicht gelten lassen. Der Siedlungsdruck in Weilheim sei so hoch, dass der Flächennutzungsplan ohnehin bald wieder fortgeschrieben werden müsse, sagte der CSU-Stadtrat: „Eine Stadt wie Weilheim muss die Möglichkeit haben zu wachsen.“ Und das sei an der Eichtweide durchaus passend, wie auch einige weitere Bauausschuss-Mitglieder meinten. Unabhängig von der Anfrage müsse für diesen Bereich „irgendwann über Bebauung in zweiter Reihe diskutiert werden“, betonte Bürgermeister Loth – und fügte an: „Da geht es insgesamt schon um ein kleines neues Baugebiet.“ Ins selbe Horn stieß BfW-Fraktionssprecher Dr. Claus Reindl: „Die Baulücken dort schreien danach, dass man da mal Bebauung schafft.“

Magnus Reitinger

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Trotz Filialschließung: Geldautomaten sollen bleiben
Die Bankfilialen in Antdorf und Habach werden zum Jahresende geschlossen. Die Geldautomaten sollen aber bleiben - das teilte die VR Bank nach einem Gipfeltreffen mit.
Trotz Filialschließung: Geldautomaten sollen bleiben
Was wird aus dem Krankenhaus-Gelände?
Was soll aus dem Peißenberger Klinikgelände werden? Eine Machbarkeitsstudie soll Möglichkeiten aufzeigen.
Was wird aus dem Krankenhaus-Gelände?
Alles klar fürs neue Ortszentrum Wielenbach
Nach über zwei Jahren Planung  sprach sich der Gemeinderat für das neue „Ortszentrum Wielenbach“ aus. Ein  Arbeitskreis hatte es in 23 Sitzungen vorbereitet.
Alles klar fürs neue Ortszentrum Wielenbach
Grünes Licht für die Motorsägen
Kehrtwende bei den beiden Linden am Autohaus „Medele“ an der Röntgenstraße/Alpenstraße. Im September beschloss der Bauausschuss, dass sie nicht gefällt werden dürfen. …
Grünes Licht für die Motorsägen

Kommentare