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Spatenstich am eigens aufgeschütteten Kieshaufen: (von links): Kreisrat Wolfgang Taffertshofer, Architekt Florian Müller-Luckinger, Kreiskämmerer Norbert Merk, MdL Harald Kühn, Mi nisterpräsident Markus Söder, Andrea Jochner-Weiß, Markus Loth, Bezirksrat Michael Asam, Florian Steinbach (Landratsamt), Bezirksrätin Alexandra Bertl, Anneliese Willfahrt (Regierung von Oberbayern) und Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl. 

berufsschule weilheim

Söder schaufelt für die Berufsschule

Mit Ministerpräsident Markus Söder und rund 120 weiteren Gästen hat der Landkreis gestern den Spatenstich für die neue Berufsschule in Weilheim begangen. „Es ist ein großer Tag für Handwerker, die Stadt, den Landkreis und die ganze Region“, so Landrätin Andrea Jochner-Weiß über das 70-Millionen-Euro-Projekt.

Weilheim Mit einem Dauerlächeln begrüßte die Landrätin im eigens aufgestellten Festzelt auf dem Baugelände am Narbonner Ring die Festgäste. Sie erinnerte daran, wie sie im Januar den Finanzminister zum Spatenstich eingeladen habe, da der Freistaat ja wichtigster Zuschussgeber sei. 67 Minuten später sei die Zusage gekommen. Die habe Söder auch eingehalten, obwohl er nun Ministerpräsident ist.

Darauf ging der Angesprochene in seiner Rede genauso ein wie auf die Kritik an den Kosten. „Wir bauen hier kein humanistisches Gymnasium, sondern eine Berufsschule, und dort stehen nun mal auch teure Maschinen drin.“ Söder zeigte sich gut informiert über die Kritik und die Absage einiger Kreisräte von Unabhängige/ÖDP: „Die sitzen heute nicht hier, die kommunizieren lieber über die Presse.“

Das war es dann auch mit Kritik, der Rest seiner Rede war ein Charmeoffensive ans Handwerk und den Landkreis. Nach den Sitzungen des Koalitionsausschusses in Berlin sei der Besuch in Weilheim „emotionale Erholung“. Den hohen Fördersatz von 57 Prozent, den der Freistaat zahlt, rechtfertigte Söder: „Wenn das Geld nach München geht, wird gar nicht darüber diskutiert.“ Tatsächlich dürfte die Förderung des Freistaates in der Summe weniger als die Hälfte betragen, da nicht alle Ausgaben förderfähig sind.

Die Sieger des gestrigen Tages seien das Handwerk insgesamt, die Schüler, die Stadt und der Landkreis sowie Dr. Burkhart Küster, Leiter der Berufsschule, der immer wieder auf Mängel in der bestehenden Berufsschule hingewiesen hatte. Ihn bezeichnete Söder auch als den „großen Sieger und kleinen Helden dieses Tages“. Er hoffe nun, dass die Zeitachse – Einweihung soll im März 2021 sein – auch eingehalten werde – anders als beim BER.

Weilheims Bürgermeister Markus Loth – die Stadt hat das Projekt im Genehmigungsverfahren trotz Protesten von Anwohnern stets unterstützt – ging auf die wirtschaftliche Bedeutung des Handwerks im Landkreis ein. Die Umsatzerlöse dieser Branche mit rund 2600 Betrieben und über 1000 Lehrlingen, habe im vergangenen Jahr bei 1,3 Milliarden Euro gelegen. Mit den erhöhten technischen Anforderungen an die Betriebe müsse auch die schulische Ausbildung Schritt halten – das sei durch den Neubau gewährleistet.

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