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Bewaffneter Weilheimer (47) droht mit Suizid - Spezialeinheit der Polizei muss eingreifen

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Von: Christoph Peters

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Symbolbild Friso Gentsch/DPA
In der Giesingerstraße in Weilheim kam es am Samstagabend zu einem Großeinsatz der Polizei. © Friso Gentsch

Ein 47-jähriger, geistig verwirrter Mann ist am Samstagabend von einer Spezialeinheit des Polizeipräsidiums München in seiner Weilheimer Wohnung festgenommen worden. Zuvor hatte sich der bewaffnete Mann in der Wohnung eingesperrt und mehrfach über Notruf seinen Suizid angedroht.

Weilheim - Ab 17.30 Uhr rief der 47-jährige wiederholt per Notruf bei der Polizeieinsatzzentrale und bei der Integrierten Leitstelle an. Aus den Gesprächsverläufen heraus habe davon ausgegangen werden müssen, dass sich der Anrufer in einer psychischen Ausnahmesituation befinde, heißt es im Bericht des Polizeipräsidiums. In einem weiteren Anruf bei der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd kündigte der Mann seinen Suizid an. Weil es Hinweise darauf gegeben habe, dass der Mann mit einer Schusswaffe bewaffnet sei, sei eine konkrete Gefahr für die unmittelbare Umgebung des Mannes nicht auszuschließen gewesen, berichtet die Polizei.

Einsatzort großräumig abgesperrt

Ein Großaufgebot von Einsatzkräften der Polizei und des Rettungsdienstes rückte daraufhin zur Wohnung des Mannes aus. Erste Erkenntnisse der Polizei bestätigten den Waffenbesitz des Mannes, der sich in seiner Wohnung eingesperrt hatte. Die übrigen Bewohner des Mehrfamilienhauses in der Giesingerstraße wurden daraufhin durch die Polizei evakuiert und vom Bayerischen Roten Kreuz betreut. Aufgrund der Erkenntnisse wurde eine Spezialeinheit des Polizeipräsidiums München sowie speziell in der Kommunikation beschulte Einsatzkräfte der Verhandlungsgruppe zur Unterstützung angefordert. Der Einsatzort wurde großräumig abgesperrt.

Spezialeinheit kann Mann widerstandslos festnehmen

Gegen 20.15 Uhr konnten sich die Spezialeinheiten in einer günstigen Gelegenheit Zutritt zur Wohnung des Mannes verschaffen und ihn widerstandslos festnehmen. Der 47-jährige war mit einer Schreckschusswaffe bewaffnet und stand offensichtlich unter erheblichem Einfluss von Betäubungsmitteln. Er sei bei der Festnahme unverletzt geblieben, berichtet die Polizei. habe sich aber zwischenzeitlich offenbar aufgrund des vorhergehenden Betäubungsmittelkonsums medizinisch in schlechter Verfassung befunden. Nach kurzer ärztlicher Erstversorgung wurde er zur weiteren Behandlung in einer Fachklinik untergebracht. Die übrigen Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten unmittelbar nach Beendigung aller polizeilichen Maßnahmen in ihre Wohnungen zurückkehren.

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