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Mal abtauchen: Der Starnberger See (hier bei Bernried) ist ein Touristenziel im Landkreis. 

Bilanz des „Tourismusverbandes Pfaffenwinkel“ für 2016

Tourismus: Immer mehr Vermieter hören auf

Der Tourismus in Oberbayern boomt, davon profitiert besonders die Landeshauptstadt München. Auch im Landkreis ist die Zahl der Übernachtungen im Gegensatz zu einigen Nachbarregionen nach oben gegangen. Allerdings gibt es in der Region auch Probleme: Immer mehr kleinere Beherbergungsbetriebe hören auf.

Landkreis– Susanne Lengger, Geschäftsführerin des „Tourismusverbandes Pfaffenwinkel“, berichtete bei der Versammlung des Verbandes, dem 27 Gemeinden und der Landkreis angehören, von einer Steigerung von 3,1 Prozent bei den Übernachtungen und 6,4 Prozent bei den Gästeankünften für das Jahr 2016 (Die Zahlen für 2017 liegen noch nicht vor). Das sei absolut positiv, zumal in Nachbarregionen wie Tölzer Land oder im Raum Tegernsee die Zahlen zurückgegangen seien.

Allerdings gibt es auch hierzulande Probleme: Immer mehr kleinere Betriebe – mit weniger als zehn Betten – hören auf. Das seien häufig Anbieter von „Urlaub auf dem Bauernhof“. „Aber auch diese Betten brauchen wir“, so Lengger bei der Versammlung. Zudem werde es immer schwieriger, Stammgäste zu halten, da diese immer häufiger Urlaubsort und Urlaubsart wechselten. Die hiesigen Angebote werden laut Lengger wegen ihrer Kleinteiligkeit am Markt kaum wahrgenommen.

Wie wichtig der Tourismus für den Landkreis sei, erläuterte sie anhand einer Zahl: Knapp 200 Millionen Euro beträgt der Bruttoumsatz pro Jahr durch den Fremdenverkehr – 50 Prozent gehen an die Vermieter, die andere Hälfte an den Einzelhandel und verschiedenste Dienstleister, so Lengger. Wesentlichster Umsatzfaktor mit rund 90 Prozent sind die Tagesgäste.

Lengger sprach auch über die im vergangenen Jahr eingeführte „Königscard“. Derzeit seien zwar nur 25 Gastgeber und 20 Anbieter im Landkreis dabei, „trotzdem sind wir hochzufrieden“. Die „Königscard“ bekommen Gäste, die in einem beteiligten Hotel oder einer Pension in der Region übernachten, sie können damit kostenlos Bergbahnen nutzen, Museen besuchen oder mit dem Schiff fahren.

Spitzenreiter bei den Übernachtungen ist Bernried; die Gemeinde am Starnberger See zählte über 281 000 Übernachtungen von insgesamt 774 000, eingerechnet sind dabei auch die Übernachtungen in der Klinik Höhenried und im Schulungsheim. Vergleichsweise bescheiden nehmen sich da die Zahlen beispielsweise für Habach (581) oder Weilheim (17 042) aus.

Werbung für die Angebote im Pfaffenwinkel macht der Verband vor allem über seine neu gestaltete Homepage, über den Versand von Prospekten, über den Auftritt bei Messen und über sein Magazin „Landurlaub“.

Johannes Thoma

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