Karin und Michael Sendl betreiben den „Biomichl“ in Weilheim. Sie versorgen ab dem kommenden Schuljahr zahlreiche Schulen mit gesundem Essen.
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Karin und Michael Sendl betreiben den „Biomichl“ in Weilheim. Sie versorgen ab dem kommenden Schuljahr zahlreiche Schulen mit gesundem Essen.

Lieferung startet nach den Sommerferien

„Biomichl“ kocht jetzt fürs Gymnasium und versorgt zahlreiche weitere Schulen

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Der „Biomichl“ betritt Neuland: Er übernimmt die Mensa am Gymnasium Weilheim, die bislang der Peißenberger Caterer Thomas Spirkl betrieben hat. Zudem hat Michael Sendl den Zuschlag für den Kioskbetrieb in Gymnasium, Realschule und „Schule am Gögerl“ bekommen.

Weilheim/Peißenberg – Als im März die Schulen wegen Corona geschlossen wurden und auch die Mensa am Gymnasium ihren Betrieb einstellen musste, konnte keiner der Schüler und Lehrer ahnen, dass sie dort zum letzten Mal von der „Thomas Spirkl GmbH Gastro Betriebe“ bekocht worden waren. Auch wenn das Gymnasium nach den Pfingstferien wieder öffnete, die Mensa blieb geschlossen. Und wenn es mit dem Regelbetrieb nach den Sommerferien wieder klappen sollte, dann wird ein anderer die Speisekarte zusammenstellen in der Mensa des Weilheimer Gymnasiums.

Der „Biomichl“ hat die Mensa am Weilheimer Gymnasium und den Kioskbetrieb des Gymnasiums, der „Schule am Gögerl“ und der Realschule übernommen. „Das stimmt, der Vertrag ist unterschrieben“, bestätigte Michael Sendl, der zusammen mit seiner Frau Karin den „Biomichl“ führt.

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Das Ehepaar lebt in Peißenberg, wo das Unternehmen, das inzwischen rund 65 Mitarbeiter beschäftigt, mit dem Bioland-Hof noch immer das Herzstück hat, wie auf der Homepage zu lesen ist. Bis zum Jahr 2001 unterhielt der „Biomichl“ neben dem Weilheimer Bioladen auch noch einen in Peißenberg. Dieser wurde dann aber geschlossen, und Sendls konzentrierten sich voll auf das Weilheimer Geschäft und den Bioland-Hof. Im Jahr 2014 zog der „Biomichl“ in die neuen, rund 900 Quadratmeter großen Räume an der Pütrichstraße. Dort hatte dann auch ein größeres Biobistro Platz, in dem verschiedene Tagesgerichte angeboten werden konnten. Hier werden von Montag bis Samstag Mittagessen aus Bioprodukten gekocht, die Preise reichen von rund 5 bis zu rund 12 Euro pro Mahlzeit.

Tageskarten in Schule und Biomichl-Bistro sind identisch

Das Angebot dieses Biobistros soll es im Wesentlichen künftig auch am Weilheimer Gymnasium geben, wie Sendl gegenüber dieser Zeitung sagte: „Die Tageskarten sind in Schule und Bistro identisch“, so der Geschäftsführer. Allerdings werde in der Gymnasiums-Mensa noch mindestens ein Gericht zusätzlich serviert, das im Bezug auf Preis und Geschmack auf die Bedürfnisse der Gymnasiasten zugeschnitten werde. „Ist ja logisch, dass wir für Schüler auch etwas Ansprechendes anbieten“, sagte Sendl.

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Weil die Situation an der Schule nach wie vor unsicher ist und keiner so recht weiß, ob und in welchem Umfang es nach den Sommerferien wieder Unterricht am Gymnasium gibt, sei es im Moment schwierig, bereits ein genaues Konzept auszuarbeiten. Und es müsse mit der Zeit sicher noch einiges nachjustiert werden, so Sendl: „Wir werden herausfinden müssen, was gefragt ist.“ Er freue sich auf diese neue Aufgabe und Herausforderung: „Das ist eine spannende Übung, aber ich bin mir sicher, dass wir das gut hinkriegen.“

Schul-Catering ist "Neuland" für Biomichl-Betreiber

In welchem Umfang sie nach den Sommerferien starten könnten, lasse sich noch nicht sagen, aber „wir sind vorsichtig optimistisch“, sagte Sendl. Der „Biomichl“ betritt, was die Schulen betrifft, Neuland. Diese Herausforderung hätten sie nie angenommen, wenn der Wunsch, am Gymnasium einzusteigen, nicht von verschiedenen Seiten an ihn herangetragen worden wäre, so Sendl. Das Ziel sei, für Schüler und Lehrer am Gymnasium Anlaufstelle fürs Mittagessen zu werden.

Thomas Spirkl, der ebenfalls ein Peißenberger ist, wollte sich dazu nicht weiter äußern. Er widersprach aber Gerüchten, nach denen er seinen Betrieb aufgeben wolle. Das sei erst der Fall, wenn sich ein Käufer finde. Auch sein Bruder Johann Spirkl, der den Gasthof „Zur Post“ in Peißenberg betreibt, werde weitermachen.

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