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Blutreserven werden knapp - Krankenhäuser haben erhöhten Verbrauch

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Von: Franziska Florian

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Jemand spendet Blut
Leben retten leicht gemacht: Eine Blutspende geht schnell, tut nicht weh und hilft immens. © Christian Charisius/DPA

Die Reservebestände von Blutkonserven sind durch die Corona-Krise „am unteren Rand“, wie der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes mitteilt. In den Krankenhäusern in Weilheim und Schongau sind aber noch genug Reserven für anstehende Operationen vorhanden.

Landkreis – Wegen der Corona-Pandemie konnte der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) die Termine lange Zeit nicht unter normalen Umständen durchführen, wie Pressesprecher Patric Nohe sagte. „Wir haben aber alles getan, um die Terminstruktur so gut es geht aufrecht zu erhalten.“

Einfach sei das aber nicht gewesen, denn beispielsweise das Blutspende-Mobil durfte – und darf weiterhin – nicht fahren. „Wir können darin nicht den nötigen Abstand gewährleisten“, erklärte Nohe. Deshalb würden viele Spender wegfallen. Die Aufkommenssituation an Blutkonserven gleiche derzeit „einer Achterbahnfahrt“.

Auf der einen Seite stehe die Sommerzeit, in der viele Menschen – auch wegen den Lockerungen – im Urlaub seien, was bedeute, dass weniger Spender verfügbar seien. „Das macht das Ganze natürlich schwerer“, sagte der Pressesprecher des Blutspendedienstes des BRK. Doch auch die Corona-Pandemie selbst habe zu weniger Spenden geführt: „Die Menschen waren vorsichtig und sind kaum vor die Tür gegangen“, meinte Nohe.

Hoher Bedarf an Blutkonserven in den Krankenhäusern

Auf der anderen Seite stehe der hohe Bedarf an Blutkonserven in den Krankenhäusern, wie Nohe erklärte. Denn derzeit werden viele Blutkonserven in den Krankenhäusern benötigt, weil durch die Pandemie „verschobene Operationen jetzt nachgeholt werden“. Die Reservebestände der Blutkonserven befinden sich in vielen Krankenhäusern deshalb „am unteren Rand“, sagte Nohe. „Ein vermehrtes Spendenaufkommen in den nächsten Tagen und Wochen würde die Situation allerdings spürbar verbessern.“

In den Krankenhäusern in Schongau und Weilheim gibt es noch „keine Probleme mit den Blutreserven“, sagte Isa Berndt, Pressesprecherin der Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau. Bereits seit Anfang Mai würden die beiden Kreiskrankenhäuser „wieder im Normalbetrieb“ laufen und die verschobenen Operationen nachholen. Wie viele Operationen insgesamt nachgeholt wurden, kann Berndt „nicht genau“ sagen. „Es waren aber einige“, erklärte die Pressesprecherin. Damit die Situation – wie sie beispielsweise in Weilheim und Schongau ist – auch so entspannt bleiben kann, hofft Patric Nohe vom Blutspendedienst, dass wieder kontinuierlich gespendet wird. „Das wäre wichtig, vor allem, weil die Präparate eine geringe Haltbarkeit von 42 Tagen haben.“

Vor einer erhöhten Ansteckungsgefahr bei den Blutspende-Terminen müsse niemand Angst haben, verspricht Nohe. Es werde auf die aktuellen Hygienemaßnahmen, Maskenpflicht und Abstandsregeln geachtet. „Eine Virus-Übertragung durch Blut ist sowieso nicht möglich, davor braucht niemand Angst haben“, erklärte der BRK-Blutspendedienst-Pressesprecher.

Wer in einem Risikogebiet im Urlaub war, wird nicht direkt von der Blutspende ausgeschlossen. „Es wird zum Spenden ein negativer Abstrichtest auf SARS-CoV-2 benötigt“, sagte Nohe. Der Test dürfe jedoch nicht früher als 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland gemacht worden sein.

Spendenwillige mit Grippe- oder Erkältungssymptomen dürfen nicht an der Blutspende teilnehmen. Auch Personen, die mit Coronavirus-Erkrankten Kontakt hatten, werden von der Spende ausgeschlossen. Auch darf nicht zwei Mal innerhalb von 56 Tagen gespendet werden.

Die Blutspende-Termine

im Landkreis Weilheim-Schongau sind am Donnerstag, 17. September, sowie am Freitag, 18. September, jeweils von 16 Uhr bis 20 Uhr im BRK-Haus Weilheim (Johannes-Damrich-Straße 5), am Mittwoch, 23. September, von 16.30 Uhr bis 20 Uhr in der Grundschule Steingaden (Krankenhausstraße 1) und am Freitag, 25. September, von 16 Uhr bis 20 Uhr im Pfarrzentrum Christkönig in Penzberg (Bahnhofstraße 35a). Eventuelle Änderungen und aktuelle Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des Blutspendedienstes unter www.blutspendedienst.com oder täglich zwischen 8 und 17 Uhr unter der Telefonnummer 0800/1194911.

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