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Bücher im Schaufenster, Zeitungen und Karten im Ständer: In der „Lesbar“ an der Admiral-Hipper-Straße bietet Susanne Barnsteiner-Bosch auch kulturelle Veranstaltungen an. 

Buchhandlung in Weilheim

Auszeichnung für die „Lesbar“

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Weilheim - Seit acht Jahren gibt es in Weilheim die „Lesbar“. Jetzt erhält die Buchhandlung ein besonderes Gütesiegel: den deutschen Buchhandlungspreis 2016. 

Für den Deutschen Buchhandlungspreis 2016 sind deutschlandweit 118 Buchhandlungen nominiert, acht aus Bayern und eine aus Weilheim: die „Lesbar“. So unterschiedlich die einzelnen Läden sein mögen, eins verbindet sie: Sie wurden aus über 500 Bewerbungen ausgesucht und erhalten eine Auszeichnung, wobei allerdings noch nicht feststeht, in welcher der drei Kategorien. Vergeben wird der Preis von der Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters. Die offizielle Verleihung findet am 5. Oktober in Heidelberg statt.

Für „Lesbar“-Inhaberin Susanne Barnsteiner-Bosch ist die Kategorie augenblicklich zweitranging. „Wir sind einfach glücklich über diese Auszeichnung und Würdigung unserer Arbeit von offizieller Stelle“, sagt sie. „In Bayern gehören wir zu den Top 10, das ist einfach genial“, so Susanne Barnsteiner-Bosch weiter. Die Buchhandlung an der Admiral-Hipper-Straße mit ihren fünf Angestellten hat viele Stammkunden „die zum Teil eine weite Anfahrt in Kauf nehmen, um zu uns zu kommen“, berichtet Susanne Barnsteiner-Bosch, und ergänzt: „,Weilheim’ zieht an, und wir tragen dazu bei“.

Um für den Deutschen Buchhandlungspreis nominiert zu werden, mussten die Buchhandlungen mehrere Voraussetzungen erfüllen. Sie müssen unabhängig und inhabergeführt sein, ein anspruchsvolles und vielseitiges literarisches Sortiment sowie kulturelle Veranstaltungen bieten, innnovative Geschäftsmodelle aufweisen und sich in der Lese- und Literaturförderung für Kinder und Jugendliche engagieren. Ihr durchschnittlicher Jahresumsatz muss in den vergangenen drei Jahren unter einer Million Euro gelegen haben, wie es in der Ausschreibung heißt.

Die „Lesbar“ erfüllt diese Kriterien an eine „kleine“ Buchhandlung in mehrfacher Hinsicht. „Wir hatten in den vergangenen Jahren rund 50 Veranstaltungen in der ,Lesbar’“, so Susanne Barnsteiner-Bosch, „der Schwerpunkt lag dabei auf literarischen Lesungen mit teilweise international bekannten Autoren“. Seit dem vergangenen Jahr kooperiert die „Lesbar“ zudem mit dem „Buchheim Museum“ in Bernried, dessen Museumsshop sie mit ausgewählter Literatur bestückt. „Das ist spannendes Neuland für uns“, berichtet die Buchladen-Chefin. Dazu kommt die Zusammenarbeit mit Stadtbücherei, Schulen und Kindergärten.

Für Monika Grütters, Kulturstaatsministerin ist ein kultureller Einsatz wie dieser preiswürdig, zumal die erdrückende Konkurrenz von großen Ketten und „Amazon & Co“ die kleinen Buchhandlungen mit ihren Onlineangeboten oft an den Rand der Existenz bringe. „Für den Erhalt des Kulturgutes ,Buch’ sind inhabergeführte Buchhandlungen als geistige Tankstellen unserer Nation unverzichtbar“, schreibt Grütters in ihrem Grußwort.

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