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Horst Martin (SPD): „Ich würde mich wieder zur Verfügung stellen.“
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Angelika Flock (CSU): „Die Frage kommt mir zu früh.“
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Saika Gebauer-Merx (FDP): „Die FDP wird einen Kandidaten oder eine Kandidatin stellen.“
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Ullrich Klinkicht (parteilos): „Es gibt Überlegungen, aber es steht noch nicht fest.“
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Markus Loth (BfW): „Ich trete wieder an, das Bürgermeisteramt macht mir Spaß.“

Loth will wieder antreten

Kommunalwahl 2020: Wer will Weilheims Bürgermeister werden?

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Noch gab es keine Nominierungen, doch die Bemühungen um aussichtsreiche Kandidaten für die Bürgermeisterwahl 2020 in Weilheim laufen. Sicher ist: Amtsinhaber Markus Loth (BfW) will wieder antreten. Und er dürfte kaum weniger Gegenkandidaten haben als beim letzten Mal.

Weilheim – Sechs Bewerber gab es bei der Kommunalwahl am 16. März 2014 für das Amt des Weilheimer Bürgermeisters. Loth, der seit 2002 im Amt ist, holte im ersten Wahlgang 49,75 Prozent und setzte sich 14 Tage später in der Stichwahl klar gegen Stefan Zirngibl (CSU) durch – mit 68,24 Prozent. Neben diesen beiden hatten auch Horst Martin (SPD, 10,72 Prozent), Wolfgang Mini (Freie Wähler, 10,60 Prozent), Ullrich Klinkicht (Gruppierung „Miteinander!“, 4,60 Prozent) und Saika Merx (FDP, 2,72 Prozent) kandidiert.

„Ich habe mich dazu entschlossen, wieder anzutreten“, sagt Loth auf Anfrage der Heimatzeitung – und erteilt damit allen Spekulationen eine Absage, dass ihn das Amt des Landrats womöglich noch mehr reizen würde. „Das Bürgermeisteramt macht mir Spaß“, betont der 50-Jährige, „und ich denke, dass man noch einiges bewegen kann“. In der BfW-Fraktion, die derzeit zehn von 30 Weilheimer Stadträten stellt, hat Loth seine Entscheidung schon kundgetan. Die offizielle Nominierung wird aber erst „im Laufe des Jahres 2019“ erfolgen.

Bürgermeisterwahl 2020 in Weilheim: Horst Martin (SPD) äußerte sich

Die CSU – die bis 2002 jahrzehntelang Weilheims Rathaus-Chef stellte, deren langjähriger Stadtrat Zirngibl 2014 aber nur 21,61 Prozent bei der Bürgermeisterwahl holte (und in der Stichwahl dann 31,76 Prozent) – will sich schon kommenden März auf einen Herausforderer festlegen. „Ich habe einen festen Kandidaten oder eine feste Kandidatin im Blick“, sagt der Ortsvorsitzende Frank Dittmann, doch es sei noch „zu früh, damit an die Öffentlichkeit zu gehen“. In Richtung Loth gibt sich Dittmann auf Nachfrage aber schon mal angriffslustig: „Zu vielen wichtigen Themen hört und sieht man nichts von ihm. Wir brauchen wirklich wieder jemanden, der aktiv gestaltet.“ Ob für die CSU Angelika Flock in den Ring steigt, die seit 2014 als 3. Bürgermeisterin fungiert? „Die Frage kommt mir zu früh“, sagt die 59-Jährige gegenüber unserer Zeitung: „Weilheim liegt mir wahnsinnig am Herzen. Aber Bürgermeister-Sein ist eine große Aufgabe, das muss sehr, sehr gut überlegt sein.“

Horst Martin (SPD, 59), der seit 2014 Weilheims 2. Bürgermeister ist und bei der letzten Wahl bereits fürs Amt des Stadtoberhaupts kandidierte, hat schon überlegt: „Ich würde mich wieder zur Verfügung stellen, wenn die Partei mich will.“ Die Aufgabe als Vize habe ihm viel Spaß gemacht, nun würde es ihn „reizen, den Chefposten zu übernehmen“. Was er anders machen würde als Loth? Da äußert sich Martin, spontan gefragt, zurückhaltend: „Es gibt in Weilheim sehr viele kreative Ideen und Menschen, dem würde ich noch mehr Raum lassen.“

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Romana Asam (Freie Wähler) sieht Partei in Weilheim im Aufwind

Auch Ullrich Klinkicht denkt über eine erneute Kandidatur nach: „Es gibt Überlegungen, aber es steht noch nichts fest“, sagt er auf „Tagblatt“-Anfrage – und fügt an: „Mich haben in den letzten Monaten schon viele Leute darauf angesprochen.“ Keinesfalls wolle er jedoch wie 2014 als „Einzelkämpfer“ antreten. „Wenn, dann mit Liste“, erklärt der 54-Jährige, der sich in den vergangenen Jahren vor allem bei den „BauKulturfreunden Weilheim“ engagierte, oftmals in Leserbriefen Stellung bezieht und fast alle Stadtrats- und Ausschuss-Sitzungen als Zuhörer verfolgt. Möglicherweise steht der Kreisstadt also die Gründung einer weiteren parteifreien Wählervereinigung bevor. Dafür gebe es „durchaus Bedarf“, meint Klinkicht: „Es besteht, glaube ich, eine ziemlich große Unzufriedenheit mit der derzeitigen Kommunalpolitik in Weilheim.“

Werden auch die Freien Wähler wieder einen Bürgermeisterkandidaten nominieren? „Das denke ich mal“, sagt die FW-Ortsvorsitzende und -Stadträtin Romana Asam. Doch wolle man sich „erst ab Frühjahr 2019 intensiv damit beschäftigen“. Klar ist: Wolfgang Mini, der 2014 für die Freien Wähler antrat, wird es gewiss nicht sein. Er kehrte der FW-Fraktion und dem Ortsverein 2014 den Rücken und ist seither parteiloser Stadtrat. Asam sieht die FW, die neuerdings der Staatsregierung angehören, freilich auch vor Ort in Weilheim im Aufwind: „Wir machen gute Arbeit, sind überall präsent und werden mit Sicherheit erstarken.“

Bürgermeisterwahl 2020 in Weilheim: Grünen sind zweitstärkste Partei

Stärker noch als die FW legten bei der Landtagswahl vor vier Wochen die Grünen zu: Im Stadtgebiet Weilheim waren sie mit rund 22 Prozent klar die zweitstärkste Partei. Das könnte auch für Bewegung bei der nächsten Kommunalwahl sorgen, doch vor dieser binde erst einmal die „eminent wichtige“ Europawahl im Mai 2019 Kapazitäten, sagt der Ortsvorstandssprecher, Stadtrat und stellvertretende Landrat Karl-Heinz Grehl. Gewiss werde man kommendes Jahr auch „rechtzeitig geeignete Kandidaten für die Kommunalwahl finden und nominieren“. Ob es aber auch einen Bürgermeisterkandidaten der Grünen geben wird, sei noch offen. Eine entscheidende Rolle werde im Vorfeld der Wahl gewiss „die Frage der Umgehungsstraße“ spielen: „Diese Sache wird nächstes Jahr alle Parteien in Weilheim an die Wand drücken“, meint Grehl.

Eine klare Position diesbezüglich hat die Weilheimer FDP, die für einen Tunnel unter der B 2 kämpft. Fest steht laut Ortsvorsitzender und Stadträtin Saika Gebauer-Merx auch, dass die FDP für 2020 eine Bürgermeisterkandidatin oder einen -kandidaten aufstellen wird. Ob sie selbst wieder dafür antreten wird, das ließ sie gegenüber unserer Zeitung jedoch offen.

mr

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