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Huawei am Leprosenweg: Das Hauptgebäude steht, die Außenanlagen müssen noch gemacht werden.

Mobilfunk

Huawei: „Campus Weilheim“ ist in Betrieb

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In Weilheim hat Huawei mit dem Betrieb begonnen. Die ersten rund 50 Mitarbeiter arbeiten am Leprosenweg. Das Unternehmen spricht stolz von einem „Campus“. Wie viele Stellen letztendlich in der Stadt entstehen, sagt der chinesische Mobilfunkriese aber nicht.

Weilheim – Monatelang war es nur ein Gerücht, im März 2017 wurde es endlich offiziell: Der chinesische Mobilfunkriese Huawei lässt sich in Weilheim nieder. Der Jubel im Rathaus und im Stadtrat war entsprechend groß. Vor knapp zwei Jahren segnete der Bauausschuss den Bauantrag der Europazentrale „Huawei Technologies Düsseldorf GmbH“ einstimmig ab. Der Konzern plante am Leprosenweg einen Neubau. Dafür hatten die Chinesen ein Grundstück samt Halle von „Zarges“ gekauft. Das Gebäude wurde abgerissen, mittlerweile steht auf dem 41 000 Quadratmeter großen Areal eine Halle. Im rund 7000 Quadratmeter großen Werk sind die Arbeiten angelaufen, wie Huawei auf Anfrage mitteilt.

„Der Bau des Hauptgebäudes ist abgeschlossen. Die Außenbereiche wie Straßen- und Grünanlagen sind noch im Bau“, teilt Pressesprecher Patrick Berger aus dem Berliner Hauptstadtbüro mit. Ein Teil des Betriebs im „Weilheim Manufacturing Technology Center“ sei bereits aufgenommen worden. Doch eine reine Handy-Produktion ist in Weilheim nicht vorgesehen. „Wir bauen eine Produktionsstraße auf, aber nicht für eine Massenproduktion“, hatte Torsten Küpper, Vice President und Director „Corporate & Public Affairs“ bei „Huawei Technologies Deutschland“, anlässlich der bislang einzigen Pressekonferenz Ende 2017 erklärt. Vielmehr solle dort geforscht und getestet werden. Das Oberland-Werk werde mit Lieferanten und Partnern in Europa, Deutschland und Bayern zusammenarbeiten, teilt Sprecher Berger jetzt der Heimatzeitung mit. Huawei wird nach eigener Aussage in Weilheim im Bereich der Fertigungsprozesstechnologie forschen sowie Entwicklungen und Tests für einige Komponenten und Produkte der Informations- und Kommunikationstechnik erledigen. Darüber hinaus werde man am Leprosenweg „Test- und Probeläufe für die von Huawei-Produkten verwendeten Komponenten durchführen und zur Massenproduktion an unsere Lieferanten und Partner weiterleiten“, so der Konzernsprecher.

Rund 50 Mitarbeiter bereits vor Ort

Derzeit beschäftigt der „Campus Weilheim“, wie ihn das Hauptstadtbüro nennt, rund 50 Mitarbeiter. Im Gespräch waren immerhin 250 bis 300 Arbeitsplätze gewesen. Diese Zahlen bestätigt das Unternehmen jetzt nicht. „In Zukunft werden wir weitere Fachkräfte entsprechend den Anforderungen der Geschäftsentwicklung einstellen“, heißt es.

Die Chinesen, vor allem bekannt über die Mobilfunksparte, versprachen damals auch eine regionale Zusammenarbeit. Top-Manager Küpper kündigte Partnerschaften mit hiesigen Firmen an. „Wir haben bereits eine breite und intensive Zusammenarbeit mit führenden europäischen, deutschen und bayerischen Unternehmen, Forschungsinstituten und Universitäten über unser Forschungszentrum in München“, teilt Sprecher Berger nun mit. „Zu genauen Projekten speziell in Weilheim können wird derzeit noch nichts sagen.“ Ebenso zugeknöpft hat sich Huawei stets zur Höhe seiner Investition in der Kreisstadt gegeben.

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