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Drei Schuster am Werk: Wolfgang Schlegel mit seiner Azubine Christina Pentenrieder (vorne) und Tochter Sandra.

Christina Pentenrieder macht ihre Lehre in Weilheim

17-Jährige ist einziger Schuhmacher-Azubi im Landkreis

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Christina Pentenrieder ist eine Ausnahmeerscheinung. Die 17-Jährige aus Fischen absolviert derzeit eine Ausbildung zur Schuhmacherin - und ist damit der einzige Lehrling im Landkreis für diesen Beruf.

 Im September vergangenen Jahres hat Pentenrieder ihre Lehre beim Weilheimer Schuhmachermeisterbetrieb „Schlegel“ begonnen. Nach dem ersten ihrer drei Jahre dauernden Ausbildung zieht sie ein positives Zwischenfazit: „Der Beruf des Schuhmachers ist unheimlich abwechslungsreich und macht sehr viel Spaß“, sagt Christina Pentenrieder. Besonders der häufige und intensive Kontakt zu den unterschiedlichen Menschen mache die tägliche Arbeit interessant. Auch wenn sich dabei offenbar nicht jeder Kunde als pflegeleicht erweist. „Mit manchen ist es einfacher, mit anderen wieder schwieriger“, sagt die junge Frau und grinst dabei verschmitzt.

Auf den heutzutage seltenen Beruf des Schuhmachers ist Christina Pentenrieder eher zufällig gestoßen. Nachdem sie die Realschule mit der Mittleren Reife abgeschlossen hatte, wusste sie erst einmal nicht genau, wie es in ihrem Leben weitergehen sollte. Nur eines war ihr klar: „Ich wusste, dass ich etwas mit meinen Händen machen will“, sagt sie. Bei einem Einkauf im Weilheimer Einkaufscenter „Real“ wurde Christina Pentenrieder auf den sich dort befindenden Laden von Reinhold Schlegel aufmerksam. Ein Bewerbungsgespräch später war sie auch schon eingestellt.

Ihr Chef, Reinhold Schlegel, führt den Betrieb, in dem auch seine Frau und seine Tochter arbeiten, seit 1992. Christina Pentenrieder ist bereits sein vierter Lehrling. „Die Ausbildung junger Leute ist extrem wichtig, da es sonst bald keine Schuhmacher mehr gibt“, betont Schlegel. Darüber, warum es dennoch nur so wenige Ausbildungsplätze für seinen Beruf gibt, kann er nur spekulieren. „Viele Betriebe können sich einen Lehrling finanziell wohl nicht leisten.“ Christina Pentenrieder auszubilden, war offenbar die richtige Entscheidung. Schlegel sagt: „Wenn sie fertig ist, will ich sie auf alle Fälle übernehmen.“

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