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Jetzt drei Fälle 

Corona im Landkreis Weilheim-Schongau: Auch Ehefrau des ersten Erkrankten positiv getestet

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Gesundheitsamt und Landkreis haben den dritten Coronavirus-Fall im Landkreis Weilheim-Schongau gemeldet: Auch die Ehefrau des ersten, kritisch erkrankten Patienten wurde positiv getestet.

  • Am Donnerstag (5. März) wurde im Landkreis Weilheim-Schongau der erste Coronavirus-Fall gemeldet.
  • Dem 80-Jährigen geht es besser
  • Seit Samstagabend (7. März): Auch die Ehefrau des 80-Jährigen wurde positiv getestet. 
  • Insgesamt sind es jetzt drei Corona-Fälle im Landkreis 

Update vom 8. März, 16 Uhr

„Der heutige Sonntag steht im Zeichen weiterer Stabilisierung“, berichtet Kreissprecher Hans Rehbehn. Der kritische Zustand des ersten Corona-Patienten - einem 80-jährigen Mann, der seit Freitag intensivmedizinisch versorgt wird -  habe sich weiter stabilisiert. „Das intensive Bemühen der Ärzte und Pflegeteams sowie die eingesetzten Hochleistungstherapien mit ,Virustatika‘ scheinen erste Früchte zu tragen“, heißt es.

Der Zustand der beiden weiteren Corona-Patientinnen im Landkreis ist nach Angaben der Behörde weiter stabil. Eine hat einen leichten Verlauf der Virusinfektion, die andere zeigt überhaupt keine Symptome. Beide sind zu Hause in Quarantäne.

Auch die zwei bis gestern noch ausgestandenen Testergebnisse der zwölf Klinik-Mitarbeiter, die im Kontakt mit dem 80-Jährigen Patienten waren, liegen mittlerweile vor. Auch sie sind negativ.    

Der ursprüngliche Bericht von Samstagabend, 7. März:

Weilheim-Schongau - Beim dritten Coronavirus-Fall im Landkreis handelt es sich um die Ehefrau des ersten Patienten. Nach Auskunft von Gesundheitsamt und Landratsamt liegt bei ihr ein leichter Verlauf vor, sodass die Erkrankung in häuslicher Quarantäne behandelt werden kann. Ihr Zustand sei stabil - im Gegensatz zu dem ihres Mannes.

Coronavirus in Weilheim-Schongau: Hochleistungstherapie für kritisch Erkrankten

 „Ein interdisziplinäres Ärzteteam unter Leitung der Chefärzte Prof. Dr. Andreas Knez und Dr. Thomas Waldenmaier arbeitet mit Hochdruck daran, durch den Einsatz von Hochleistungstherapien mit sogenannten Virustatika den schwer erkrankten Patienten bestmöglich zu versorgen“, heißt es in einer Mitteilung. 

Bei den Virustatika handelt es sich um speziell gegen Viren ausgerichtete Medikamente, die z.B. bei Ebola oder Aids eingesetzt werden. „Hierzu stehen die Ärzte mit den führenden Arzneimittelherstellern weltweit und universitären Einrichtungen in engem Austausch.“

Coronavirus in Weilheim-Schongau: Krankenhaus-Verwaltungsmitarbeiterin erkrankt

Bei der zweiten Corona-Patientin, die am Freitag bestätigt wurde, handelt es sich nicht, wie irrtümlich von uns berichtet, um eine Krankenschwester, sondern um eine Klinikmitarbeiterin. „Sie ist in den Häusern in Weilheim und Schongau in der Verwaltung tätig, sitzt in einem Büro und hat keinerlei Patientenkontakt“, betont Krankenhaus-Sprecherin Susanne Heintzmann. 

Wo sie sich angesteckt hat, „versuchen wir gerade nachzuvollziehen“, so Heintzmann. Ihr Zustand sei stabil, sie zeige keinerlei Krankheitssymptome und befinde sich häuslicher Quarantäne. 

Coronavirus in Weilheim-Schongau: Entwarnung für zehn Klinik-Mitarbeiter

Entwarnung gibt es hingegen für die zwölf Klinik-Mitarbeiter, die nach dem Kontakt mit dem an Corona erkrankten Patienten seit Donnerstag vorsorglich in häusliche Quarantäne gegangen sind. Zehn wurden negativ getestet, bei zweien stehen die Ergebnisse noch aus.

Coronavirus in Weilheim-Schongau: Alle Mitarbeiter mit Mundschutz

Um Patienten, ihre Angehörige, aber auch Besucher und Mitarbeiter bestmöglich zu schützen, tragen alle Mitarbeiter im Krankenhaus – auch in den patientenfernen Bereichen, wie z.B. an der Pforte – bis auf weiteres einen Mundschutz. „Damit setzt das Krankenhaus die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes, des Gesundheitsamtes sowie neueste, wissenschaftliche Erkenntnisse um“, heißt es in der Mitteilung.

Der erste Coronavirus-Patient (80) im Landkreis liegt auf der Intensivstation im Weilheimer Krankenhaus. Bei Bedarf können die Ärzte ihm nun ein völlig neues Medikament verabreichen.

Lesen Sie auch: Wie es zum ersten Fall kam und warum die Jobmesse abgesagt wurde.

In den Seniorenheimen in Bayern gilt derzeit eine Null-Besuch-Regelung. Mit einer rührender Bitte wenden sich die Bewohner und die Mitarbeiter des Schongauer Heiliggeist-Spitals in der Corona-Krise nach draußen.

Über ein „Danke“ in Zeiten von Corona freuen sich wohl viele Mitarbeiter in systemrelevanten Berufen. In Weilheim haben sie nun besondere Botschaften erhalten.

Weilheim als zweites Wuhan? Peta-Tierschützer wollen den Kleintiermarkt verbieten - wegen der Gefahr einer neuen Pandemie nach Corona.

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