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Gelb-Blau in den „Edeka“-Farben firmiert der „Tengelmann“-Markt an der Pollinger Straße nun. 

aus „Tengelmann“ wurde „Edeka“

Da waren es plötzlich drei

Weilheim hat um die zehn Discounter, Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte. Und seit kurzem hat die Kreisstadt drei „Edeka“-Märkte, denn aus „Tengelmann“ wurde  „Edeka“

Weilheim – Wessobrunner Straße/Kanalstraße, Münchener Straße und Pollinger Straße: Das sind die Standorte der drei „Edeka“ in Weilheim, wobei an der Pollinger Straße erst vor wenigen Tagen aus dem „Tengelmann-Rot“ offiziell das „Edeka Blau-Gelb“ wurde.

Die Vorbereitungen dazu liefen intern aber schon seit Wochen, wie eine Sprecherin von „Edeka Südbayern“ mit Sitz in Gaimersheim mitteilte. Sie beinhalteten demnach „sowohl die Umstellung des Warenwirtschaftssystems wie auch die Erweiterung des Sortiments“ um „Edeka“-Eigenmarken und „letztendlich die Umflaggung auf ,Edeka’“ als sichtbares Zeichen für den Wechsel.

Für die „Tengelmann“-Belegschaft dürfte allerdings etwas anderes wichtiger gewesen sein: die Zukunft ihrer Arbeitsplätze. Die 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Geschäft an der Oderdinger Straße wurden alle übernommen, so die Sprecherin.

Dass es in Weilheim nun drei „Edeka“-Märkte gibt, sieht man in Gaimersheim gelassen. Auch andernorts sei es „keine Seltenheit, dass sich in der näheren Umgebung oder in der selben Straße zwei oder mehr ,Edeka’-Märkte befinden und erfolgreich betrieben werden“, so die Firmen-Sprecherin.

„Edeka“ ist aber nicht gleich „Edeka“. Während der Laden an der Pollinger Straße von der Zentrale aus mit einer Filialleiterin vor Ort gelenkt wird, sind die beiden anderen inhabergeführt. Ludwig Fink, dem der neue „Edeka“ an der Ecke Wessobrunner Straße/Kanalstraße gehört, macht sich wegen des dritten „Edeka“ im Bunde deswegen keine Sorgen. „Das ist ein Vollsortimenter wie es auch der ,Tengelmann’ war“, sagt er. Für ihn gebe es daher keinen Unterschied, zumal er als Selbstständiger in seinem „Edeka“-Markt selbst entscheiden könne, was er noch anbieten wolle. Er verfüge deswegen über viele weitere Angebote in seinem Sortiment, die ein Regiemarkt, also ein zentral gelenkter Markt, nicht bieten könne. So könne er beispielsweise Honig aus der Region in sein Angebot aufnehmen, „das hat ein Regiemarkt nicht“. Wie der „Edeka“ an der Kanalstraße wird auch „Edeka Cichowski“ an der Münchener Straße selbstständig geführt.

Drei „Edeka“, plus „Rewe“, plus „Lidl“, plus „Norma“, plus „Netto“, plus „Aldi“, plus „real“, plus „Biomichl“, plus „Zauberberg“...: Weilheim bringt es bei Lebensmitteln auf eine Verkaufsfläche von 14 000 bis 15 000 Quadratmetern. Die Stadt hat damit, so Stefan Frenzl vom Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus im Rathaus, gemessen an ihrer Bevölkerungszahl „eine leichte Überversorgung“. „Bei Lebensmittelmärkten sind wir sehr stark aufgestellt“, so Frenzl, wobei der ehemalige „Tengelmann“ ein wichtiger Nahversorger für den ganzen Weilheimer Süden sei.

Für die Verbraucher sei das insgesamt große Angebot an Märkten aber gut, da sie so Vergleichsmöglichkeiten hätten. Als künftiges Oberzentrum habe Weilheim zudem einen Versorgungsauftrag über die Stadtgrenzen hinaus zu erfüllen, so Frenzl.

gre

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