„Die Kollegen haben mir das Ankommen leicht gemacht“: Simone Adelwart an ihrem Arbeitsplatz als Wirtschaftsförderin im Landratsamt.
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„Die Kollegen haben mir das Ankommen leicht gemacht“: Simone Adelwart an ihrem Arbeitsplatz als Wirtschaftsförderin im Landratsamt.

Simone Adelwart war früher im Langlauf-Nachwuchskader

Die sportliche Wirtschaftsförderin des Landkreises Weilheim-Schongau

  • Boris Forstner
    vonBoris Forstner
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Der Landkreis Weilheim-Schongau hat eine neue Wirtschaftsförderin: Simone Adelwart. Sie war früher im Nachwuchskader der Langlauf-Nationalmannschaft.

Landkreis – Die derzeit laufende Biathlon-Weltmeisterschaft zieht viele Menschen in den Bann, da macht Simone Adelwart keine Ausnahme. Doch die neue Wirtschaftsreferentin des Landkreises hat noch einen anderen Grund, warum sie insbesondere Denise Herrmann die Daumen drückt: Beide kennen sich gut, waren nämlich früher Teamkolleginnen im Nachwuchskader der Langlauf-Nationalmannschaft.

„Wir haben auch noch regelmäßig Kontakt“, sagt Adelwart.

Posten beim Landratsamt hatte sie schon immer gereizt

Der Sport war lange Zeit das bestimmende Element in Adelwarts Leben. Nach ihrer Zeit in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und dem BWL-Studium stieg die Sindelsdorferin beim Sportartikelhersteller K2 in Penzberg ein, war dort unter anderem im Marketing tätig. Im September 2019 wechselte sie zu einem Start-up-Unternehmen, das sich der Funktionskleidung-Entwicklung verschrieben hatte. Da lernte Adelwart, die dort ebenfalls im Bereich Marketing tätig war, auch die nicht so schönen Aspekte der Marktwirtschaft kennen. Denn in der Corona-Krise musste ihr Arbeitgeber Insolvenz anmelden.

„Das war natürlich nicht so schön, auch wenn es im Nachhinein eine wertvolle Erfahrung war“, sagt die 34-Jährige. Bei der Jobsuche entdeckte sie die Ausschreibung des Landratsamts für den Posten des Wirtschaftsreferenten, der nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden ihres Kurzzeit-Vorgängers fast ein Jahr verwaist war. Ein Posten beim Landratsamt hatte sie schon immer gereizt, sagt Adelwart, also bewarb sie sich auf die erste Stelle, die nicht im weiteren Sinne mit dem Thema Sport zu tun hat – und wurde prompt genommen. Wie viele Bewerber es gegeben hat, wollte Landratsamts-Sprecher Hans Rehbehn nicht verraten. Aber drei kamen in die engere Auswahl, durften sich im Oktober im Kreisausschuss vorstellen – und Adelwart machte das Rennen. „Offenbar habe ich überzeugt, das war ein schöner Erfolg für mich“, sagt sie. Anfang Dezember kam die Zusage.

Netzwerk für Unternehmer im Landkreis soll aufgebaut werden

Seit ihrem Amtsantritt war auch wegen Corona natürlich noch nicht viel möglich, persönliche Vorstellungsrunden bei Wirtschaftsvertretern sind derzeit schwer. Auch muss sich Adelwart erst einmal in die ungewohnten Verwaltungsabläufe einer Behörde einarbeiten. Doch die Kollegen hätten ihr das Ankommen leicht gemacht, „ich kann immer fragen und fühle mich sehr wohl“. Einige kleinere Projekte habe sie auch schon gestartet, „zum Beispiel einen Überblick über Corona-Hilfen für Unternehmer“, sagt Adelwart.

Möglichst schnell will sie ein Netzwerk für Unternehmer im Landkreis aufbauen, sie will einen guten Draht zu den Betrieben haben. „Ich muss schließlich wissen, wie es ihnen geht, wie wir ihnen zur Seite stehen können“, so Adelwart. „Ich will ihr Ansprechpartner dafür sein.“

BORIS FORSTNER

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