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Max Kriesmair  wurde vom Musikbund für Ober- und Niederbayern  für seine langjährigen Verdienste  ausgezeichnet.
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Viel Applaus gab es für den scheidenden Dirigenten Franz Haidu.

Dirigent der Stadtkapelle Franz Haidu

Zum Abschied gab es ein Meer aus Wunderkerzen

Nach 18 Jahren dirigierte Franz Haidu  zum letzten Mal das Weihnachtskonzert der Stadtkapelle Weilheim. Das tat er mit Freude und einem Hauch Wehmut.

Weilheim – Es war nicht so wie immer beim traditionellen Weihnachtskonzert am Samstagabend in der Weilheimer Stadthalle. Dirigent Franz Haidu gab nach 18 Jahren sein Abschiedskonzert und geht in den Ruhestand. Und so war an diesem Abend durchaus Wehmut zu spüren, als Weilheims Bürgermeister Markus Loth zu Beginn des Konzertes die Verdienste von Haidu lobte. „Sie sind aus dem kulturellen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken“, sagte das Stadtoberhaupt. Weiter lobte Loth das „Können, Wissen und Talent“ Haidus. „Sie schwingen nicht nur den Taktstock, sondern haben auch viel Gefühl“.

Doch die Stadtkapelle hatte unter Haidus Dirigat an diesem Abend noch „ein strenges Programm vor sich“, wie der Moderator des Abends, Sebastian Hofer, sagte, der viel Wissenswertes zu den Stücken parat hatte. Und so wurde der gut zweistündige Abend mit „Pomp and Circumstance“, einem Marsch, der bei der Hochzeit von Lady Di und Prinz Charles gespielt wurde, eröffnet.

Bunt gemischt war das Programm, vom konzertanten Walzer über Märsche und Polkas bis hin zu Pop-Musik der 80er Jahre war die Auswahl bestens gelungen. Die Mitglieder der Kapelle bildeten mit ihrem Dirigenten eine homogene Einheit. Man merkte, wie viel Spaß es Haidu machte, mit seinen Musikerinnen und Musikern dieses Abschiedskonzert zu geben. Und so wich leise Wehmut schnell der Fröhlichkeit.

Mit dem harmonisch dargebotenen „Prager Walzer“ kam Ballsaison-Feeling in die Stadthalle. Schwungvolle Operettenseligkeit folgte mit einer Melodienfolge aus dem „Weißen Rössl“, weiter ging es mit der Filmmusik aus „Ben Hur“, „Bohemian Gallop“ und „La Storia“. Mit dem flotten Marsch „Don Quixote“ ging es in die Pause. Dannach wurde es weihnachtlich mit „JuMus“, einer neuen Formation der Jugend, die sich vor drei Monaten gegründet hat. Anton Reindl übernahm die Leitung von Max Kriesmair, der die Jugendstadtkapelle zehn Jahre lang leitete. Nach drei Stücken der „JuMus“ waren die Zuschauer so begeistert, dass diese gern noch eine Zugabe gaben.

Für Max Kriesmair gab es eine besondere Ehrung: Friederike Steinberger, Geschäftsführende Präsidentin des Musikbundes für Ober- und Niederbayern (MON), übergab ihm für seine außergewöhnlichen und langjährigen Verdienste um die Blasmusik die Ehrennadel in Gold mit Urkunde. „Kriesmair ist seit 50 Jahren aktiver Musiker und die „Allzweckwaffe des Musikbundes“, lobte Steinberger, die seinen musikalischen Werdgang Revue passieren ließ.

Mit der „Elisabeth-Serenade“, einem Medley aus Songs von Simon & Garfunkel, einer „Kulttour“ durch die 80er Jahre, der „Hanna-Polka“, übrigens ein Lieblingsstück von Franz Haidu, ging der Abend langsam zu Ende. Mit dem „Frei-Weg-Marsch“ wollte sich die Stadtkapelle verabschieden, doch ohne zwei schwungvolle Zugaben – darunter der „Radetzky-Marsch“, wurde nichts daraus.

Als die Kapelle unter Leitung von Sebastian Hofer „Time to Say Goodbye “ intonierte und zahlreiche Wunderkerzen im Saal ihre Funken sprühten, nahm Franz Haidu gerührt Abschied. Er versprach aber einzuspringen, bis ein Nachfolger gefunden ist. „Münsing ist ja nicht weit, ich komme schon noch nach Weilheim“. Mit diesem Versprechen zog er sich zurück – und die Besucher wurden in die Winternacht entlassen.

Inge Beutler

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