1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Weilheim

Echelsbacher Brücke steht nun in Weilheim

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Zum Vergleich: Ein Modell der Echelsbacher Brücke befindet sich nun im Staatlichen Bauamt in Weilheim, wo German Abenthum ein Bild vom Original zeigt. © Emanuel Gronau

Bei Abrissarbeiten in Rottenbuch stießen Arbeiter auf ein Modell der Echelsbacher Brücke, und zwar eines von der ersten Stunde. Dieses ist jetzt im Staatlichen Bauamt Weilheim ausgestellt.

Weilheim/Rottenbuch – Einen unerwarteten Fund machten die Bauarbeiter, die seit Anfang Januar vorbereitende Maßnahmen für den Teilneubau der Echelsbacher Brücke treffen, die in einer Höhe von 76 Metern über dem Talgrund die Ammerschlucht überspannt. Denn beim Abriss des alten Straßenwärterhäuschens, in dem die Bergwacht nahe der Brücke Ausrüstung lagerte, kam auch ein groß dimensioniertes Modell des 1929 erbauten und weltweit größten noch unter Verkehr stehenden Melan-Spangenberg-Bauwerkes zum Vorschein.

„Wir vermuten, dass das Modell ungefähr so alt ist wie die Brücke“, sagt German Abenthum, Sachgebietsleiter „Brückenbau“ in Weilheim. Er ließ das Modell zunächst in den Keller des Staatlichen Bauamtes verfrachten. Was damit weiter geschehe, ist allerdings „völlig offen“ so Abenthum. Denn zum einen fehlt dem Modell das Mittelstück, das die zwei Brückenteile über dem Abgrund zusammenführt. Und zum anderen unterscheidet sich die Mini-Ausgabe der Brücke doch wesentlich vom Original.

Die Pläne für die Erneuerung des Originales stehen hingegen fest. Noch heuer wird südlich der denkmalgeschützten Echelsbacher Brücke zunächst eine Behelfsbrücke errichtet. Bäume sind bereits gefällt, Zufahrten sind planiert, die Baustelle ist eingerichtet. Die Teilerneuerung des denkmalgeschützten Wahrzeichens ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn zum einen gilt es, Bestandteile der historischen Brücke in die neue zu integrieren und deren Ästhetik nachzuempfinden. Zugleich stellt eine Fledermauskolonie mit rund 300 Muttertieren im Inneren der Brückenbögen neben den verkehrlichen und kulturhistorischen Aspekten auch ökologische Anforderungen an die Planer. Als Bauzeit sind 30 Monate – drei Sommer und zwei Winter – vorgesehen.

Emanuel Gronau

Auch interessant

Kommentare