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Der neue Ehrenringträger Heimo Liebl (M.) mit Ludwig Bertl, Kreisvorsitzender des Bayernbundes (l.), und Altlandrat Luitpold Braun (r.). 

Ehrenring des Bayernbundes für Heimo Liebl

Ehrung für einen Mann der Kirche und der Politik

Dem Weilheimer Heimo Liebl wurde eine besondere Auszeichnung zuteil.  Der 80-Jährige erhielt den Ehrenring des Bayernbundes.

Weilheim Einen Mann, der in Kirche wie Politik gleichermaßen engagiert war, zeichnete der Bayernbund, Kreisverband Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen, mit seinem Ehrenring aus: den Weilheimer Heimo Liebl (80). Liebl war Repräsentant des Diakonischen Werks Bayern und Senator. Und so fand die Verleihung im „Haus der Kirche“ nicht ohne Grund am 71. Jahrtag der Verabschiedung der Bayerischen Verfassung und im 500. Jahr nach der Reformation statt. „Menschen wie er sind ein Lichtsignal im Strom unserer Gesellschaft“, so stellvertretender Kreisvorsitzender und Altlandrat Luitpold Braun über Heimo Liebl.

In seiner Laudatio ließ Kreisheimatpfleger Klaus Gast die vielfältigen Lebensstationen von Heimo Liebl Revue passieren. Geboren wurde Liebl 1937 in Ingolstadt, aufgewachsen und zur Schule gegangen ist er in Weilheim. Bereits in jungen Jahren fühlte er sich der evangelischen Apostelkirche verbunden, engagierte sich im Mesnerdienst und fand in der Kirchengemeinde eine christliche Gemeinschaft und Heimat.

Nach dem Studium der Theologie in Heidelberg, Tübingen und Erlangen war er zuerst Stadtvikar in Hof und wurde 1965 evangelischer Pfarrer. „In der Stadtmission Nürnberg und anschließend an verschiedenen Pfarrstellen in München gewann der diakonische Dienst als Schwerpunkt immer mehr Bedeutung in Ihrer Arbeit“, sagte Gast, „so war es fast zwangsläufig, dass Sie ab 1990 zuerst ehrenamtlich, dann ab 1993 hauptamtlich zum Repräsentanen des Diakonischen Werkes der evangelischen Kirche Bayern berufen wurden.“

Von 1995 bis zu dessen Auflösung 1999 gehörte Liebl dem Bayerischen Senat an. Dieses Senatorenamt verglich Gast scherzhaft mit der Mission des Engel Aloisius, der der bayerischen Regierung göttliche Ratschläge geben sollte, worauf diese manchmal heute noch vergeblich warte.

2001 ging Liebl in den Ruhestand, er lebt nun in Unterhausen. Gast sagte, dass Liebl keinen wirklichen Ruhestand kenne und als Schiffspfarrer auf der „MS Deutschland“, Prediger und Aushilfspfarrer tätig sei. Als Patron für Liebl passe der Heilige Nikolaus, der wie dieser sozial tätig war und Menschen in Not half. Der Ehrenring sei das sichtbare Zeichen des Dankes und der Würdigung aller dieser Leistungen.

Liebl bedankte sich überschwänglich für die hohe Auszeichnung. „Ich bin erfreut und überrascht, als Protestant in einer katholischen Umgebung die Ehrung zu bekommen“, sagte er. „Ich will da sein mit Leib und Seele für andere Menschen, auch wenn meine Kräfte nachlassen“. Er wolle die Türen weit offen halten „und schauen, was los ist in der Welt“, so Liebl. Auch bei seiner Frau Inge bedankte er sich: „Ein evangelischer Pfarrer ist ohne seine Frau nur die Hälfte wert“.

Liebl ist der achte Träger des Ehrenrings des Bayernbundes, der sich als „überparteilicher Zusammenschluss landesverbundener und staatsbewusster Bürger in oder aus Bayern versteht“. Gegründet wurde er vor 90 Jahren, der Kreisverband 2010. Der Bund will bei er bei der „Gestaltung und Erhaltung bayerischer Eigenart mitwirken“.

Inge Beutler

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