+
Nur Gewinner: Vertreter der ausgezeichneten Firmen, Bürgermeister aus den Gemeinden, Juroren und Laudator Herbert Klein (hinten, Fünfter von links) nach der Preisverteilung für den „Standortprofi 2017“. 

Verleihung „Standortprofi 2017“

Ehrung für die „Markenbotschafter der Region“

Der Landkreis hat sechs neue „Standort-Profis“. Bei einer Feier im Weilheimer Stadttheater ist den Firmen der „etwas andere Wirtschaftspreis“ verliehen worden.

Weilheim/Landkreis – „Ein Zertifikat, warme Worte und ein bisschen PR“: Das bringe der vom Landkreis verliehene „Standortprofi“ den betreffenden Firmen auf den ersten Blick, so Justina Eibl, Wirtschaftförderin am Landratsamt vor rund 100 Gästen. Doch auf den zweiten Blick bringe der Preis noch viel mehr: „Selbstcheck, Erfolgsbotschaft und Ansporn“ auch für Unternehmen, die zumeist nicht in der Öffentlichkeit stünden. Um die Wertschätzung des Landkreises für Firmen auszudrücken, die sich für ihre Mitarbeiter, die Umwelt und die Region engagieren, habe der Landkreis diesen undotierten, „etwas anderen Wirtschaftspreis ins Leben gerufen“, so Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei ihrer Begrüßung. Es gebe keine Sieger, sondern nur Gewinner.

Seit 2011 ist der Preis zum sechsten Male verliehen worden, mittlerweile gibt es 55 Preisträger – von der kleinen Schreinerei in Prem bis zum Biotechnologe-Riesen in Penzberg. Am Donnerstag wurden ausgezeichnet: „Bremicker Verkehrstechnik“ in Weilheim, Diakoniedorf Herzogsägmühle, Ingenieurbüro Stefan Sendl in Peißenberg, „Pharmos Natur Green Luxury“ in Bernried, „Raab Home Company“ in Penzberg, Schreinerei Marin Schwarz in Schongau.

Den Mut des Landkreises, einen solchen zu verleihen, lobte Festredner Herbert Klein, Chef von „Agfa“ in Peißenberg und Vorsitzender des Regionalausschusses der IHK im Landkreis. „Uns geht es wohl so gut wie nie“, sagte Klein, um sogleich einzuwerfen, dass er persönlich längst nicht mehr so optimistisch sei. Denn auf der Weltbühne sei keine Entspannung zu erwarten, der US-Präsident sei schwer berechenbar und die Koalitionsverhandlung zögen sich hin, es drohten daher „Monate der Unsicherheit“ in Deutschland. Hierzulande gäben der Fachkräftemangel und fehlende Fortschritte bei der Digitalisierung Anlass zur Sorge. Bei der Digitalisierung sei Deutschland „Entwicklungsland“. Beim „Kampf um die „besten Köpfe“ werde sich der Landkreis einen Wettbewerb mit anderen Regionen liefern, so Klein. Die ausgezeichneten Firmen seien „Markenbotschafter der Region“, die dabei durchaus hilfreich seien.

Johannes Thoma

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

In Penzberg: Schauspielerin Lena Meckel erfüllt sich einen Traum
Penzberg ist Schauplatz eines Kurzfilms: Lena Meckel (25) kehrte für die Dreharbeiten mit Kamera und Filmteam an den Ort ihrer Jugend zurück. Für die junge …
In Penzberg: Schauspielerin Lena Meckel erfüllt sich einen Traum
Das meiste Geld fließt in Sanierungen
Rund 60 Millionen Euro wird die Stadt Weilheim im nächsten Jahr ausgeben. Das Geld ist für  laufende Verpflichtungen, aber auch für Hochbaumaßnahmen.
Das meiste Geld fließt in Sanierungen
Die einen kaufen Stühle, die anderen fahren ins Trainingslager
Alle Jahre wieder schüttet die Sparkasse ihr Füllhorn aus. Auch jetzt bekamen zehn Vereine je 500 Euro  als Würdigung ihres ehrenamtlichen Engagements.  
Die einen kaufen Stühle, die anderen fahren ins Trainingslager
Kaum Änderungen, aber der ICE hält in Weilheim
Der neue Fahrplan, der am vergangenen Sonntag in Kraft getreten ist, hat für Bus und Bahn in der Region kaum Veränderungen gebracht. Wichtigste Neuerung: samstags hält …
Kaum Änderungen, aber der ICE hält in Weilheim

Kommentare