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Zum Vergleichen: Ein Modell der Echelsbacher Brücke befindet sich nun im Staatlichen Bauamt in Weilheim, wo German Abenthum ein Bild vom Original zeigt.

Weilheim

Echelsbacher Brücke steht nun in Weilheim

Einen unerwarteten Fund machten  Bauarbeiter an der Echelsbacher Brücke.

Weilheim Einen unerwarteten Fund machten die Bauarbeiter, die seit Anfang Januar vorbereitende Maßnahmen für den Teilneubau der Echelsbacher Brücke treffen, die in einer Höhe von 76 Metern über dem Talgrund die Ammerschlucht überspannt. Denn beim Abriss des alten Straßenwärterhäuschens, in dem die Bergwacht nahe der Brücke Ausrüstung lagerte, kam auch ein groß dimensioniertes Modell des 1929 erbauten und weltweit größten noch unter Verkehr stehenden Melan-Spangenberg-Bauwerkes zum Vorschein. Dessen Existenz war schon in Vergessenheit geraten.

„Wir vermuten, dass das Modell ungefähr so alt ist wie die Brücke“, sagt German Abenthum, Sachgebietsleiter „Brückenbau“ am Staatlichen Bauamt in Weilheim. Er ließ das Modell zunächst in den Keller des Staatlichen Bauamtes verfrachten. Was damit weiter geschehe, ist allerdings „völlig offen“ so Abenthum. Denn zum einen fehlt dem Modell das Mittelstück, das die zwei Brückenteile über dem Abgrund zusammenführt. Und zum anderen verweist Abenthum darauf, dass sich die Mini-Ausgabe der Brücke doch in wesentlichen baulichen Aspekten vom Original unterscheidet.

Während das endgültige Schicksal der Modellbau-Version noch offen ist, stehen die Pläne für die Erneuerung des Originales längst fest. Noch heuer wird südlich der denkmalgeschützten Echelsbacher Brücke zunächst eine Behelfsbrücke errichtet. Bäume sind bereits gefällt, die Zufahrten planiert und die Baustelle ist eingerichtet. Die Teilerneuerung des denkmalgeschützten Wahrzeichens ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn zum einen gilt es, Bestandteile der historischen Brücke in die neue zu integrieren und deren Ästhetik nachzuempfinden. Zugleich stellt eine Fledermauskolonie mit rund 300 Muttertieren im Inneren der Brückenbögen neben den verkehrlichen und kulturhistorischen Aspekten auch ökologische Anforderungen an die Planer. Als Bauzeit sind 30 Monate, drei Sommer und zwei Winter, vorgesehen.  gro

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