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Stellten ihr Land vor:  Menschen aus Eritrea. 

Unterstützerkreis „Asyl“

Einblicke in das „Nordkorea Afrikas“

In St. Pölten in Weilheim hat eine eritreische christliche Gemeinde einen Treffpunkt gefunden: Zweimal in der Woche treffen sich dort auch Menschen aus Schondorf, Landsberg und Garmisch zu Gottesdiensten. Oft sind es an die 100.

Weilheim –   Es sind koptische Christen, die einer der ältesten Kirchen der Welt angehören. Am Sonntagnachmittag bei einem „Ländernachmittag Eritrea“ stellten einige der Eritreer sich und ihr Land im Pfarrheim „Miteinander“ vor.

Mit einem Ostergebet und christlichen Gesängen eröffnete der Chor unter Leitung von Diakon Batha den informativen Nachmittag, bei dem Martin Groß-Bickel von „Brot für die Welt“, über das Land referierte, das als „Nordkorea Afrikas“ bezeichnet wird. Er selbst war noch nie in Eritrea, sagte er. „Man braucht eine besondere Reiseerlaubnis, und es ist nicht einfach, durch das Land zu reisen. In einer Notlage wäre man auf sich selbst gestellt“, so der Referent.

Gelegen am Roten Meer hat Eritrea eine Fläche von 121 000 Kilometern und zählt 5.1 Millionen Einwohner. Die Hauptsprachen sind Tigruya und Arabisch, aber auch Englisch und Italienisch. Groß-Bickel machte auf die Missstände in dem diktatorischen Land, das die absolute Kontrolle über seine Bürger hat, aufmerksam. „Eritrea ist ein großes Gefängnis mit Menschenrechtsverletzungen“, so der Referent. So gebe es politische Gefangene, darunter viele Journalisten, denen nie der Prozess gemacht werde. Wenn auch die wirtschaftliche Entwicklung erhebliche Fortschritte gemacht habe und viel in Bildung und Gesundheit investiert werde, so gebe es einen großen Mangel an Arbeitsplätzen. Wirtschaftlich stehe Eritrea weltweit an 179. Stelle. 2016 flohen 52 000 Menschen aus Eritrea, monatlich kommen 5000 nach Europa.

Nach dem Vortrag kamen junge Eritreer zu Wort. Sie arbeiten als Lageristen, Elektroniker, Energieanlagen-Elektroniker oder Maurer und sind hier sehr zufrieden. Nur die bayerische Sprache sei ein wenig anstrengend. „Das ist hier die Arbeitssprache“, so einer der jungen Männer, wofür er viel Gelächter erntete. In einem kurzen Referat stellte Diakon Batha (29), der seit fünf Jahren in Peißenberg lebt, seine Religion vor. So berichtete er, dass die gemeinsamen Gebete in St. Pölten oft mehrere Stunden dauern. Bei eritreischen Speisen, die bereits am Vortag zubereitet worden waren, klang der Nachmittag aus. Inge Beutler

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