Landgericht spricht Kohl eine Million Euro Schadenersatz zu

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Fühlt sich unbehaglich: Ursula Eibl, eine der Inhaberinnen des Geschäfts „Friseur&Kosmetik am Stadttheater“.

"Friseur & Kosmetik am Stadttheater" von Unbekanntem heimgesucht

Seltsame Einbruchsserie in Friseursalon

Weilheim - Zum dritten Mal ist in nur wenigen Monaten ein Unbekannter in das Geschäft „Friseur & Kosmetik am Stadttheater" eingebrochen. Wie ist das möglich?

Das erste, das Ursula Eibl macht, wenn sie ihr Friseurgeschäft betritt ist, einen Blick in die Kasse zu werfen. Das war nicht immer so, eigentlich fühlte sie sich in dem etwas versteckten Friseursalon „Friseur&Kosmetik am Stadttheater“ am Unteren Graben in Weilheim sicher. Doch nachdem innerhalb weniger Monate zum dritten Mal in das Geschäft, das sie zusammen mit Brigitte Berchtold führt, eingebrochen wurde, fühlt sie sich unwohl: „Ich hab’ inzwischen schon ’ne Phobie. Du gehst hier rein, merkst nichts und dann schaust in die Kasse und denkst: Das gibt’s doch nicht, wo sind denn die 50er hin? Im ersten Moment denkst du, du bist im falschen Film.“

"Es ist ein ordentlicher Einbrecher"

Der 53-jährigen Peißenbergerin ist in zwei der drei Fällen aufgefallen, dass ein Einbrecher in dem Geschäft war. Was gar nicht so einfach ist: „Es ist ein ordentlicher Einbrecher, er hat nichts kaputt gemacht“, sagt Eibl. Laut Harald Schmid von der Polizei Weilheim wurden diesmal gar keine und die vergangenen Male nur Aufbruchsspuren festgestellt. Produkte hat er laut Eibl auch keine mitgenommen. Ein Trost sei ihr das trotzdem nicht.

Beim ersten Mal im Mai dieses Jahres nahm sich der Unbekannte aus der Kasse 100 Euro und aus einem Tresor im Hinterzimmer 500 Euro. Beim zweiten Mal, im Juni, erbeutete er nur 80 Euro, da es den Tresor nicht mehr gab. Auch beim dritten Mal, zwischen vergangenem Samstag und Dienstag, machte sich der Dieb an dem Schrank mit Schloss zu schaffen, in dem sich der Tresor befunden hatte – doch der steht schon seit dem ersten Einbruch leer, so Eibl. In der Kasse befand sich wieder nur Kleingeld: 12,50 Euro in Form von 50-Cent-Münzen nahm er mit. Die 20-Cent- und die 10-Cent-Münzen ließ er da. „Die Kaffeekasse hat er auch mitgenommen“, sagt Eibl, und eine Mitarbeiterin fügt mit Ironie hinzu: „Wer ein weißes Schwein rumlaufen sieht, des is’ unsers!“

Einbrecher nutzte wohl die Gelegenheit, dass die Terrassentür offen war

Bewegungsmelder hat das Geschäft keinen, die Nachbarn haben nichts mitbekommen, und „die Sicherung an den Fenstern bekamen wir erst nach dem zweiten Einbruch. Das läuft ja über die Hausverwaltung und hat etwas gedauert“, erklärt Eibl. „Seitdem gilt das Geschäft eigentlich als einbruchssicher. Diesmal fürchte ich, sind wir selbst Schuld.“ Der Hebel an der Terrassentür sei wohl oben gewesen, der Einbrecher habe die Tür von außen aufhebeln können. Doch gerade das beunruhigt Eibl: „Man darf nichts mehr vergessen, man muss immer Panik haben, dass einer kommt, als ob er immer in der Nähe wär. Wie ein Phantom.“

Laut Polizei sind auch andere Friseurgeschäfte betroffen: „Momentan ist es auffällig, als hätte sich jemand darauf spezialisiert“, so Schmid. Eibl ist sicher, dass es ein und dieselbe Person ist, die die Einbrüche begangen hat. Für sie steht fest: „Dem muss man’s Handwerk legen.“

Hinweise

nimmt die Polizei unter 0der Nummer 881/6400 entgegen.

von Luca von Prittwitz

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