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Hochzufrieden war Ringerchefin Christine Gailler (h.,2.v.l.) mit der Jubiläumsfeier ihrer Ringer.

50-jähriges Bestehen

Eine Hymne zum Jubiläum der Weilheimer Ringer

Zwei Mal kam die Hochlandhalle in diesem Jahr zu sportlichen Ehren. Nach dem Profiboxevent im Frühjahr feierten dort jetzt die Weilheimer Ringer ihr 50. Bestehen. Zum Jubiläum mit großem Programm gab es ein Stelldichein zahlreicher Gratulanten aus Politik und Sport.

Weilheim– Den Gästen wurde gleich zu Beginn ein Highlight geboten, als zum Einmarsch das von Charly Glas neu aufgenommene Ringerlied gespielt wurde: „Ja, wenn die Griffe sitzen und die Ringer schwitzen und die Brücken fallen ein. Was kann’s im Leben Schöneres geben, als Weilheimer Ringer zu sein“, schallte es aus den Lautsprechern. „Das ist ein toller Song geworden“, strahlte Abteilungsleiterin Christine Gailler, die sich über den Besuch von Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Weilheims Bürgermeister Markus Loth freute.

Von den Sportverbänden waren der BLSV-Kreisvorsitzender Franz Schleßinger und vom Bayerischen Ringerverband Rudolf Gerhard gekommen. Vom TSV überbrachten die zweite Vorsitzende Eva Maria Schweiger und Albert Schencking Grüße, ebenso wie Birgit Reinhardt, die Vorsitzende des Nachbarn AC Penzberg.

Die Weilheimer hatten auch einen Ehrengast. Alexander Leipold, der 21-fache deutscher Meister, vierfache Europameister und zweifache Weltmeister im Freistilringen, ließ es sich nicht nehmen, die Jubiläumsfeier zu besuchen. „Ein sehr sympathischer junger Mann“, urteilte die Landrätin über einer der bekanntesten deutschen Ringer, der fleißig Autogramme schrieb.

Zu den rund 200 Besuchern, die die Nachwuchsringer für ihre Kämpfe mit viel Applaus bedachten, gehörte auch Helmut Röder, der als Gründungsmitglied die Abteilung aus der Taufe hob. Die Weilheimer, die mit vielen Debütanten und einer sehr jungen Truppe antraten, unterlagen dem Nachbarn Penzberg zwar deutlich mit 8:31. Das Ergebnis war aber letztlich nebensächlich. „Die Kinder machten ihre Sache wirklich sehr gut“, befand Gailler, die sich in der Abteilung mit ihren derzeit 64 Mitgliedern die Nachwuchsarbeit auf die Fahne geschrieben hat. „Wir sind die einzige TSV-Abteilung, die bei ihrer Hauptversammlung die Kinder für ihren Trainingsfleiß auszeichnet“, sagte sie. Auch die Traditionspflege wird bei den Ringern großgeschrieben. „Wir stellen seit Jahrzehnten die Fahnenabordnung des TSV, sei es bei Jubiläen, Festumzügen oder auch Beerdigungen“, so die Ringerchefin, die mit ihrem Team ein buntes Rahmenprogramm auf die Beine gestellt hatte.

Da traten die Mini-Vaganti in alten Ringertrikots auf, und für die Kinder gab es vor der Halle einen Spieleparcours. Die Besucher schmökerten in der eigens erstellen Chronik der TSV-Ringer oder versuchten ihr Glück bei einer Tombola und einem Schätzspiel. Bei Letzterem kam die über 40 Jahre alte Ringerwaage zum Einsatz. Die Frage lautete, „Wie viel wiegt die komplette TSV-Schülermannschaft inklusive des Ehrengasts Alexander Leipold?“. Die beste Schätzung gab Iris Eßel aus Penzberg ab, die mit 451,70 Kilogramm am nächsten an die gemessenen 460,5 Kilogramm herankam.

Roland Halmel

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