Melanie Lehmann und Sohn Maxim haben die Einkäufe bei „Schon Schön“ zusammen abgeholt.
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Melanie Lehmann und Sohn Maxim haben die Einkäufe bei „Schon Schön“ zusammen abgeholt.

Terminvereinbarungen vor Ort sind möglich

Einkaufen geht ohne lange Schlangen - so sah es gestern in Weilheim aus

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Seit gestern haben die Geschäfte in der Weilheimer Innenstadt wieder geöffnet. Zum Einkaufen wird jedoch ein Termin benötigt. Doch der kann in den meisten Fällen ganz einfach vor Ort im Laden vereinbart werden – ohne lange Wartezeit. Das freut nicht nur die Händler, sondern auch die Kunden.

Weilheim – Wer gestern durch die Weilheimer Innenstadt spaziert ist, hat eigentlich nichts davon gemerkt, dass die Geschäfte nur mit Terminvergabe geöffnet haben dürfen. Denn es war kein Problem, direkt vor Ort einen Termin zu ergattern.

„Die Kunden freuen sich, dass wir wieder aufhaben und sie wieder etwas raus können“, sagte K&L-Geschäftsleiter Dominik Dausch. Zwar seien die Menschen derzeit noch etwas verhalten, aber er sei froh, überhaupt geöffnet haben zu dürfen. „Wir müssen uns einfach überraschen lassen, was noch kommt“, so Dausch. Für den gestrigen Montag hatte das Modehaus K&L in Weilheim rund 80 Anmeldungen.

Auch Abholung weiterhin möglich, wenn keine zeit zum Anprobieren ist

Lange Schlangen vor den Geschäften in der Innenstadt waren nicht zu sehen. Viele haben eine große Gesamtfläche und können deshalb mehr Kunden gleichzeitig in den Laden lassen. Nur vor der „Schon Schön“-Boutique standen mehrere Damen und warteten. „Ich habe auf Instagram die neuen Sachen gesehen und mir dann etwas reservieren lassen“, erzählte Miriam Lehner. Vor Ort hatte sie die Kleidung dann anprobiert. „Es hat mir aber nicht so gefallen, deswegen habe ich es nicht genommen.“

Auch Melanie Lehmann hatte unter anderem Sommersachen, einen Cardigan und eine Hose, bei der Boutique vorbestellt und abgeholt. Zum Anprobieren vor Ort war bei Lehmann gestern keine Zeit. „Ich muss wieder arbeiten, deswegen habe ich es nur abgeholt.“ Sie könne sich aber vorstellen, einen Termin auszumachen, wenn sie mal mehr Zeit habe.

„Ich verlasse Sie wieder, aber schön war’s“. sagte eine Kundin des Echter-Modehauses zu einem der zwei Mitarbeiter am Eingang, die die Termine kontrollieren, vergeben und ins Buchungssystem eintragen. Auch Selina Schnappinger hat vor Ort gebucht. „Es ist einfach schön, mal wieder rauszukommen und was anderes zu sehen“, erzählte sie. Bis Mittags seien es am Montag rund 80 Kunden gewesen, die vorbeigekommen sind, berichtete Stefanie Kairies vom Modehaus Echter in Weilheim.

Ist glücklich, dass sie wieder offen hat: Ingrid Martinus freut sich über jeden Kunden, der zu ihr zu „Lederwaren Rumpf“ in Weilheim kommt.

Etwas verhalten hingegen sah es bei Ingrid Martinus aus. Zwei oder drei Anmeldungen gab es bis zum späten Vormittag im Taschen- und Modegeschäft Rumpf. Dafür kam aber eine Kundin sogar extra aus der Nähe von Miesbach nach Weilheim. „Wir sind natürlich froh, dass wir wieder öffnen durften“, sagte Martinus. Auch, wenn es etwas überraschend für sie kam. „Wir haben erst einmal den Laden auf Vordermann gebracht und die Mitarbeiter aus der Kurzarbeit geholt“, sagte die Ladeninhaberin.

„Es ist, als hätten wir normal geöffnet“

Nur 20 Minuten nach Ladenöffnung kam zum Deko-Geschäft „Depot“ schon die erste Kundin, erzählte Filialleiterin Ramona Thurner. „Wir können uns nicht beschweren, es ist, als hätten wir normal geöffnet.“ Denn auch bei ihr im Geschäft kann man gleich vor Ort einen Termin vereinbaren – ohne lange Wartezeit.

Im Kaufhaus Rid stand gestern Victoria Curth am Eingang und nahm die Anmeldungen an. Bis 12 Uhr waren es rund 60 ausgefüllte Zettel, die sie vor sich auf dem kleinen Stehtisch liegen hatte. „Die Leute sind richtig glücklich, dass wir wieder auf haben und sie zu uns kommen können“, so Curth. Gleich kurz nach der Öffnung seien bereits die ersten Kunden erschienen. „Es gab bei uns aber keine langen Schlangen“, sagte sie. Um sicherzustellen, dass sich nur die maximale Personenanzahl im Laden aufhält, werden kleine schwarze Sicherungen verteilt, die normalerweise an Kleidungsstücken hängen.

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