Thomas Gottschalk und seine Thea: Trennung nach mehr als 40 Jahren Ehe

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Fachsimpeln an einem E-Fahrzeug, das noch gar nicht erhältlich ist. Auch der „Sion“ war auf dem Festplatz in Weilheim zu sehen. 

An der Weilheimer Stadthalle 

“eRUDA“ in Weilheim: Stromtanken im großen Stil

Lautlos rollten die Autos um die Kurve, um sich an Steckdosen aufzuladen. Es waren die 259 Autos der 6. „eRUDA“, der Ausfahrt von e-Autos rund um den Ammersee.

Weilheim – Die Veranstaltung hatte heuer ihr Fahrerlager – und damit auch die zentrale Ladestelle – in Weilheim. Mit der Rallye, die von Werner Hillebrand-Hansen und seinem Team organisiert wird, soll die Alltagstauglichkeit von Elektroautos belegt werden. Damit die „eRUDA“ auch genügend „e“ hatte, haben die Stadtwerke das Fahrerlager mit der nötigen Installation versehen. Der Vorteil an dem Platz ist laut Stadtwerke-Chef Peter Müller, dass er bereits über die erforderliche Stromversorgung verfügt. Diese werde für das Volksfest gebraucht.

Und so konnten die Fahrer auf rund ein Megawatt Leistung zugreifen, um ihre Autos zu laden. Dies war am Freitagnachmittag und bis in die Nacht hinein auch das Wichtigste, wie aus den häufigen Durchsagen ersichtlich wurde. Sie wiesen darauf hin, dass die Fahrer, die ihre Batterie voll hatten, ihr Auto wegfahren sollten, um Platz für die nächsten Teilnehmer zu machen.

Fahrt zum Gipfel

Und dies war ausgesprochen wichtig, denn für den Samstag stand die „eRUDA Challenge“ auf dem Programm. Erstmals in der Geschichte der Rallye wurde der Gipfel angestrebt: eine Ausfahrt zum Rettenbachferner oberhalb von Sölden – auf den mit 2830 Meter Höhe höchsten Punkt in den Alpen, der mit einem normalen Auto erreichbar ist. Damit sollte die Leistungsfähigkeit von Elektroautos bewiesen werden.

Über 100 Fahren nahmen die Herausforderung an und schaffen sie, wie Udo Ottl aus Landshut berichtete, der mit einem „ioniq“ unterwegs war. Unter den Fahrern war auch Milan Rajchl, der schon Stammgast der „eRUDA“ ist. Mit seinem neuen „Nissan Leaf“, dem Weltmarktführer bei den Elektroautos, traute er sich das zu. Er zeigte sich zuversichtlich, nachdem er die Anreise aus Ostrau über 800 Kilometer in 17 Stunden geschafft hatte – einschließlich Ladestopps. Das war doppelt so schnell wie mit dem alten Elektroauto, das er vorher hatte. Als Beifahrer hat er seinen Sohn Adam mitgenommen, den das Kulturprogramm – bayerische Museen und Schlösser– interessierte.

Mit Elektroauto bis zum Nordkap

Dass man auch mit weniger Leistung weit kommt, präsentierte Otto Schönbach in seinem Lichtbildervortrag. Er ist mit dem „Twizy“ in 50 Tagen die 5000 Kilometer lange Strecke bis zum Nordkap gefahren.

Die meisten Besucher, die am Freitag zur Ausstellung „eMOBIL“, auf der auch Autohändler vertreten waren, gekommen waren, interessierten sich mehr für den Alltag, wie Birgit Doleschal feststellte. Sie hatte einen „ZOE“ mitgenommen, das meistverkaufte Elektroauto in Deutschland und in Europa. Die Besucher wollten vor allem wissen, wie groß die Reichweite ist und welche Kosten anfallen.

Wie eine Rakete

Weniger alltäglich, aber schon in der Serienproduktion ist der „erod“, mit dem Horst Pipp aus Eching gekommen ist. Der e-Roadster, der in der Schweiz entwickelt und in Eching von Pipp gebaut wurde, hat zwar nur eine Leistung von 45 Kilowatt, geht aufgrund des hohen Drehmoments und geringen Gewichts von 600 Kilogramm aber ab wie eine Rakete.

Noch nicht zu haben ist der „Sion“. Wer das Auto, dessen Batterie mit Solarzellen auf der Karosserie aufgeladen wird, haben will, kann sich zwar schon eines reservieren lassen, ausliefen will die Herstellerfirma „Sono Motors“ aber erst Ende 2019, wie in einem Vortrag des Unternehmens zu hören war. 

Von Alfred Schubert

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