Mit Trillerpfeifen und Schildern machten Eltern, Großeltern und Kinder selbst ihrem Unmut über die Selbsttestpflicht an Schulen Luft. Rund 50 Menschen waren dafür auf den Kirchplatz in Weilheim gekommen.
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Mit Trillerpfeifen und Schildern machten Eltern, Großeltern und Kinder selbst ihrem Unmut über die Selbsttestpflicht an Schulen Luft. Rund 50 Menschen waren dafür auf den Kirchplatz in Weilheim gekommen.

Unmittelbar beim Staatlichen Schulamt

Eltern-Demo gegen Testpflicht an Schulen: „Jeden Freitag ein Glücksspiel...“

  • Franziska Florian
    vonFranziska Florian
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Es war bereits die zweite Aktion, die die Hohenpeißenberger Protestbewegung ins Leben gerufen hatte. Dieses Mal demonstrierten die Eltern, Großeltern und Kinder in der Nähe des Staatlichen Schulamtes in Weilheim gegen die Testpflicht an Schulen.

Weilheim – Es war ein ohrenbetäubender Lärm, den die rund 50 Eltern, Großeltern und Kinder auf dem Weilheimer Kirchplatz veranstaltet haben. Sie demonstrierten am heutigen Freitagvormittag gegen die Testpflicht an Schulen. Um ihren Unmut kund zu tun, machten sie mit Trillerpfeifen Krach – einer sogar mit einer Kuhglocke. Organisator der Aktion war die Hohenpeißenberger Protestbewegung, die vor einigen Tagen bereits vor der Grundschule Hohenpeißenberg Schilder aufgestellt hatte.

Dass die Demonstration gestern am Kirchplatz stattfand, begründete Laura Gruber, eine der Initiatorinnen, damit, dass sich in unmittelbarer Nähe das Staatliche Schulamt befindet und es den Unmut der Eltern mitbekommen soll. „Wir sind hier, damit die Maßnahmenwillkür ein Ende nimmt. Wir sind hier, um ein Zeichen zu setzen“, sagte Gruber zu Beginn der Demonstration.

Mutter ist überzeugt: „Man testet keine gesunden Menschen“

Es sei „jeden Freitag ein Glücksspiel“, ob ihr eigenes Kind in der nächsten Woche in die Schule oder im Distanzunterricht bleiben müsse, erklärte Gruber. Derzeit betrifft sie die Testpflicht an Schulen aber nicht, da ihr Kind in die erste Klasse geht und bei einem Inzidenzwert über 100 nicht vor Ort an der Schule unterrichtet wird.

Auch Melanie Würschinger nahm an der Aktion auf dem Kirchplatz teil. Sie hat zwei Kinder, die die dritte und fünfte Klasse besuchen. Sollten ihre beiden Sprösslinge bei einem Inzidenz-Wert unter 100 mit Selbsttest in den Präsenzunterricht wechseln können, werden sie das nicht tun. „Wir haben das mit ihnen besprochen und das ist für sie in Ordnung“, erklärte Würschinger. Gegen die Testpflicht an Schulen ist die Mutter, „weil man keine gesunden Menschen testet und Kinder keine Gefährder sind“.

Doch nicht nur die Trillerpfeifen und Trommeln sollten auf den Protest der Eltern aufmerksam machen. Auch zahlreiche Schilder wurden aufgestellt und in die Luft gehalten. Unter anderem war darauf zu lesen: „Gemeinsam gegen die Politik der Angst.“

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