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Wird nicht mit einem 140 Meter langen Bahnsteig für einen Halt bebaut: das Gleis der Pfaffenwinkelbahn (rechts) in der Au.

Weilheim

Endgültiges Aus für Bahn-Halt in der Au

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Die Stadt Weilheim zeigt Bahn und Freistaat die rote Karte. Eine Mehrheit des Stadtrates lehnte am Donnerstagabend das Angebot zum Bau eines Bahn-Halts „Weilheim-Süd“ an der Pfaffenwinkelbahn (Strecke Weilheim-Schongau) in der Au ab.

Weilheim Daran konnte auch ein Schreiben von Landrätin Andrea Jochner-Weiß an die Stadträte nichts ändern, in dem sie die Bedeutung des „Bahn-Halts“ über Weilheim hinaus betonte und bat: „Bitte nutzen Sie die Chance“. Die Bitte fruchtete nicht: 18 Stadträte stimmten gegen den Einstieg in ein Planfeststellungsverfahren, zwölf dafür.

Damit zog die Gremiums-Mehrheit den Stecker eines seit den 1980er Jahren immer wieder diskutierten Projekts der Stadt und einer zuletzt fast zweijährigen Findungs- und Planungsphase. Nachdem Bahn und Freistaat der Stadt im Rahmen der „Stationsoffensive 2020“ den Bau des Bahn-Halts angeboten hatten, kamen sie auch immer wieder aufs Neue den Wünschen der Stadt nach. Nachdem die Stadt den ersten Standort nördlich des Bahnübergangs an der Geistbühelstraße für den Bahn-Halt am „Simader Garten“ abgelehnt hatte, rückte ihn die Bahn weiter nach Süden. Und weil der Stadt auch dieser nicht in ihr Konzept passte, weil dadurch das Gewerbegebiet am „Trifthof“ nicht erschlossen werden konnte, plante sie nach deren ausdrücklichem Wunsch erneut um, so dass nun auch der Bau einer Unterführung und damit die Erschließung des „Trifthof“ möglich wäre.

Doch das alles ist nun Vergangenheit: Der Stadtrat kippte mit seinem Nein zum Planfeststellungsverfahren seinen am 23. November 2017 mit großer Mehrheit (gegen zwei Stimmen) gefassten Grundsatzbeschluss , wonach weitere Planungen für den Bahn-Halt vorgenommen werden sollen. Damals beschloss er aber auch, eine eigene Infoveranstaltung für die Bewohner der Au vorzunehmen. Bei dieser arikulierten Bewohner der Au ihren Unmut und zweifelten die Zahlen und Daten der Planer von Bahn und Oberster Baubehörde an. Danach saßen viele Stadträte zwischen den Stühlen.

Am Donnerstag prallten die Meinungen nun aufeinander. Geschlossen gegen das Planfeststellungsverfahren für den Bahn-Halt traten die „Bürger für Weilheim“ (BfW) auf. Vom fehlenden Kosten-Nutzen-Effekt sprachen die Gegner, von zu hohen finanziellen Belastungen für die Stadt und davon, dass sie nicht Herr des Verfahrens sei. Die Befürworter führten dagegen die dringend erforderliche Stärkung des öffentlichen Personen-Nah-Verkehrs und die Einmaligkeit des Angebots ins Feld. In dem Planfeststellungsverfahren sollten zudem erst alle Fakten geklärt und dann entschieden werden, so ihre Ansicht.

Ministerium ist „nicht überrascht“

In einer Stellungnahme aus dem Bayerischen Inneministerium hieß es gestern: „Die Entscheidung kommt für uns nach den Eindrücken aus der Bürgerversammlung nicht überraschend“. Weilheim habe eine Chance vertan, eine Ablehnung sei äußerst selten.

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