Er hatte es auf Kindergärten abgesehen

Dreieinhalb Jahre Haft für Einbrecher

Er war der Schrecken der Kindergärten im Landkreis, der Dieb, der es 2016 vor allem auf Kindergärten abgesehen hatte. Nun wurde der 31-Jährige, der auch auf Frisörsalons, Geschäfte, Privathaushalte, das Weilheimer Pfarramt, eine Zahnarztpraxis und ein Sportheim heimsuchte, vom Amtsgericht München zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Landkreis – Eine Sprecherin des Amtsgerichts München bestätigte auf Nachfrage, dass dem Mann aus Weilheim bereits vor zwei Monaten dort der Prozess gemacht worden war. Er war wegen 26 Fällen des Diebstahls in 22 Fällen mit Sachbeschädigung und wegen 22 Fällen des versuchten Diebstahls angeklagt gewesen – und wurde wegen dieser Taten auch verurteilt. Der Mann hatte alle Taten gestanden.

Im „Pfiffikus“ erwischt

Weil er unter Geldnot litt, ist er im Zeitraum von April bis November des vergangenen Jahres in die Kindergärten, Geschäfte und Frisörläden und in Privathaushalte eingebrochen. Die meisten Diebstähle hat er im Landkreis Weilheim-Schongau verübt, ein Mal ist er im Landkreis Starnberg in einen Frisörsalon eingedrungen. Meist hat der 31-Jährige die Fenster der Gebäude aufgehebelt. Er trieb in Weilheim, Peißenberg, Unterhausen und Starnberg sein Unwesen. Ein Einbruch im Weilheimer Kindergarten „Pfiffikus“ an der Andreas-Schmidtner-Straße wurde ihm Ende November zum Verhängni.

Wie die Polizei damals berichtete, war an einem Sonntagabend gegen 21.50 Uhr eine Zivilstreife an dem städtischen Kindergarten vorbeigefahren. Die Polizisten beobachteten dabei im Inneren des Gebäudes den Lichtkegel einer Taschenlampe. Es folgte eine krimireife Szene: Das Gebäude wurde von mehreren Polizeistreifen umstellt. Im Kindergarten wurde dann der damals 30-jährige Weilheimer entdeckt, der sich, nachdem er die Polizisten bemerkte hatte, versteckte.

Bei der Vernehmung räumte der Mann alle Taten ein. Seit seiner Festnahme im November hatte der Dieb in Untersuchungshaft in Stadelheim gesessen. Deswegen wurde ihm auch in München der Prozess gemacht. Das Urteil ist rechtskräftig. Sein umfassendes Geständnis habe sich stark strafmildernd ausgewirkt, sagte die Sprecherin des Gerichts.

Kathrin Hauser

Rubriklistenbild: © DPA

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Hotel in Penzberg: Diese Standorte wurden vorgeschlagen
Wo könnte in Penzberg ein neues Hotel entstehen? 46 Vorschläge gingen dazu im Rathaus ein. Einige Standorte wurden mehrfach genannt, andere sind nicht neu. Zugleich gab …
Hotel in Penzberg: Diese Standorte wurden vorgeschlagen
Geothermie in Bernried auf der  Kippe
Die Pläne für Deutschlands größtes Geothermie-Kraftwerk in der Lichtenau bei Weilheim stehen vor dem Aus. Nun ist auch das zweite große geplante Geothermie-Kraftwerk im …
Geothermie in Bernried auf der  Kippe
Penzberger Verein sammelt Kronkorken für behindertes Mädchen
Der Penzberger Verein „Bayernbriada“ besteht seit knapp einem Jahr – und hat sich einem wohltätigen Projekt verschrieben. Die Mitglieder helfen einem schwerbehinderten …
Penzberger Verein sammelt Kronkorken für behindertes Mädchen
DB, Stadträte und Innenministerium für Bahn-Haltestelle - Anwohner strikt dagegen
Am Bahn-Halt in der Weilheimer Au scheiden sich die Geister. Während die Stadträte sich dafür aussprachen, wehren sich Anlieger auf breiter Front dagegen. 
DB, Stadträte und Innenministerium für Bahn-Haltestelle - Anwohner strikt dagegen

Kommentare