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Bekommt Weilheim eine Tunnel-Lösung?

Debatte um Entlastungsstraße

Erneute Absage an Weilheimer „Kurztunnel“ - darum blockt das Staatliche Bauamt ab

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Das Staatliche Bauamt sieht für Weilheim eine „Kurztunnel“-Variante kritisch. Die informierte nun die Stadt über ihre Untersuchung. Fazit: Der Aufwand sei zu hoch, die Entlastung zu gering.

Weilheim– In der Diskussion um eine Weilheimer Entlastungsstraße ist eine Variante deutlich nach hinten gerutscht: Der „Kurztunnel“-Variante unter der B 2 in Deckelbauweise, wie ihn eine Gruppe um den Weilheimer Ingenieur Gerd Berchtold fordert, erteilte das Staatliche Bauamt erneut eine Absage.

Die Behörde hatte die Idee bereits im April ausgeschlossen – ohne jedoch diese Variante ebenso detailliert untersucht zu haben wie die anderen fünf Varianten. Auf Bitte von Bürgermeister Markus Loth (BfW) hin, haben die Straßenbauer das Projekt von einem externen Fachbüro genauer unter die Lupe nehmen lassen. Das Ergebnis ging gestern um 8.49 Uhr kurz vor der Bauausschusssitzung per E-Mail an das Rathaus. Im Gremium wurde über das Schreiben informiert. Eine Debatte gab es nicht, Bürgermeister Markus Loth (BfW) verwies auf das beginnende Dialogverfahren. Bei den Infoabenden werde das Thema angesprochen.

Kernaussage von Behördenleiter Uwe Fritsch: Der „Kurztunnel“ kann nicht „in die Auswahl der sich aufdrängenden Varianten“ aufgenommen werden. Er begründet es zum Ersten mit der großen Dimension. Das Baufeld würde sich auf eine Länge von circa zwei Kilometern „fast über die gesamte Ortsdurchfahrt der B 2“ erstrecken. Die Mindestlängen der Ein- und Ausfahrtsrampen sowie der „Fahrbahnverflechtungen“ würden dafür sorgen, dass zusätzlich eine mehr als 1,1 Kilometer lange vierspurige Schnellstraße entstehe. Zum Zweiten würde der Bau „in erheblichem Maße“ private Grundstücke beiderseits der Bundesstraße berühren. „Bis hin zu Eingriffen in den Gebäudebestand.“

Fritsch spricht von äußerst beengten Platzverhältnissen. Er geht deshalb von „sehr großen technischen und finanziellen Risiken“ aus. Auch verkehrstechnisch sieht das Staatliche Bauamt keine wirkliche Entlastung für die Kreisstadt. Durch eine weitgehend kreuzungsfreie Schnellstraße würde sich die Leistungsfähigkeit der B 2 zwar erhöhen, allerdings verbunden mit einer „deutlich spürbaren“ Zunahme des Verkehrs – samt Mehrbelastung der Anwohner durch Lärm und Abgase. Die vierspurigen Abschnitte seien nicht zu überqueren, Straßeneinmündungen müssten verschwinden. Fritsch: „Die Trennwirkung der B 2 würde deutlich zunehmen.“ Während der mehrjährigen Bauzeit müsste mangels Alternativen der Verkehr über schmale Wohnstraßen umgeleitet werden, inklusive unerwünschten „ortskundigen Schleichverkehrs“.

„Aus unserer Sicht ist keine weitere Untersuchung nötig“, macht Fritsch auf Nachfrage deutlich, dass es das erst mal für sei Amt mit dem „Kurztunnel“ war. „Er ist nicht in der engeren Auswahl.“ Wobei die Idee nicht ganz vom Tisch ist. Sollte das Thema im Verfahren nochmals aufkommen – und Wille der Stadt ist – werde man sich wieder damit beschäftigen.

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