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Ein T aferlmadl war beim offiziellen Messerundgang bei der Orla-Eröffnung dabei. Auf dem Foto mit Minister Markus Söder (l.) sind auch CSU-Landtagsabgeordneter Harald Kühn (r. hinter Söder), Landrätin Andrea Jochner-Weiß (vorn 2.v.l.), Bürgermeister Markus Loth (r., hinter Jochner-Weiß) mit Gattin sowie Josef Albert Schmid (Messegesellschaft JWS, 2.v.r).

Die 21. Oberlandausstellung hat begonnen

Orla-Auftakt mit Markus Söder

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Einen französischen Bürgermeister in der Lederhose, einen Heimatminister, der seinen Vorredner auf die Schippe nahm, und junge Trachtler, die zu seinen Ehren plattelten: Das haben die Besucher bei der Eröffnung der 21. Oberlandausstellung (Orla) in Weilheim erlebt.

Weilheim – Markus Söder, Bayerns Minister für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, bekam großen Beifall für seine launige Rede, die er als Schirmherr der Orla am Freitagvormittag im Festzelt hielt. Die Wörter „stark“ und „stärken“ spielten in der Ansprache öfters eine Rolle. Es sei eine „gute und starke Entscheidung“, dass Weilheim zum Oberzentrum wird, lautete eine von Söders Aussagen. Und in Bezug auf die ganze Republik vertrat der CSU-Politiker die Ansicht: „Deutschland ist nur so stark, weil es uns Bayern gibt.“ Das Oberland sei dabei eine „prägende Region“ für Bayern und Deutschland.

Zwar würden Finanzminister normalerweise nie Steuern abschaffen, sagte Söder, doch gehöre der „Soli“ abgebaut, wenn 2019 der sogenannte Aufbau Ost endet. Über sein Ministerium scherzte er, die Behörde sei „mit die bürgerfreundlichste“, schließlich käme die Steuerfahndung auch zu den Menschen nach Hause.

Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl, der vor Söder gesprochen hatte, bekam dessen Schlagfertigkeit zu spüren. Der Minister sagte scherzend, dass Zirngibl sein Grußwort diesmal erfreulicherweise kürzer gehalten habe als 2011. Damals, als beide schon einmal bei der Orla-Eröffnung sprachen, habe das Grußwort des Kreishandwerksmeisters länger gedauert als seine eigene Festansprache, so Söder.

Zirngibl machte sich bei der Eröffnung der Verbrauchermesse für qualitätsvolle Produkte stark, die wieder zu reparieren sind. Diese seien wirklich nachhaltig.

Auf die Entwicklung der Orla, die vor 40 Jahren ins Leben gerufen wurde, ging Weilheims Bürgermeister Markus Loth in seiner Begrüßung ein. 1977 habe die Schau in vier Hallen Platz gehabt. Heute gebe es zwölf Hallen. Ihrer Linie, eine Messe für Endverbraucher und Familien zu sein, sei die Orla bis jetzt treu geblieben, sagte Loth.

Ein Redner bei der Eröffnungsfeier trat kurz neben das Rednerpult, um sich in der Lederhose zu präsentieren: der stellvertretende Bürgermeister von Weilheims französischer Partnerstadt Narbonne, Eric Parra. In seiner Rede, die übersetzt wurde, betonte dieser, die Delegation aus Frankreich sei nicht nur nach Weilheim gekommen, um ein Unternehmen – eine Brauerei – zu präsentieren, sondern auch um die Freundschaft zu pflegen. Von Bürgermeister Markus Loth bekam Parra nach seiner Ansprache eine herzliche Umarmung.

Die Orla dauert noch bis Dienstag, 3. Oktober. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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