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Vor dem stadteigenen „e-Smart“ warben für die „eRUDA“: (v.l.) Stadtwerke-Chef Peter Müller, Standortförderer Stefan Frenzl, Bürgermeister Markus Loth und der Organisator der „eRUDA“, Werner Hillebrand-Hansen.

Elektromobilitätsrallye

„eRUDA“ startet diesmal in Weilheim

Die Elektromobilitäts-Rallye „eRUDA“ startet heuer von Weilheim aus. Drei Tage lang befindet sich das Fahrerlager auf dem Volksfestplatz an der Wessobrunner Straße. Den Auftakt macht am kommenden Freitag, 5. Oktober, 14 bis 18 Uhr, die „eMOBIL“, eine Ausstellung von Fahrzeugen und Ladetechnik.

Weilheim – Drei besondere Herausforderungen erwarten die Teilnehmer der 6. Elektro-Rallye „eRUDA“ („elektrisch rund um den Ammersee’“). Aufgrund der ständig steigenden Reichweite von Elektroautos wurde diesmal für den ersten Tag für die „eRUDA Challenge“ eine 362 Kilometer lange Strecke vorgegeben (Start der Fahrzeuge am Samstag, 6. Oktober, von 7.30 bis 10.30 Uhr Uhr auf dem Festplatz in Weilheim). Das ist aber noch nicht alles: Ziel ist der Rettenbachferner oberhalb von Sölden in Tirol. Er liegt auf 2830 Metern Höhe und ist der höchste für Autofahrer erreichbare Punkt in den Alpen. Dies ist die zweite Herausforderung, weil viel elektrische Energie gebraucht wird, um die in Weilheim startenden Fahrzeuge die fast 2300 Meter anzuheben. Zurück geht es dann leichter – dank der „Rekuperation“, der Rückgewinnung von elektrischer Energie beim Bergabfahren.

Die dritte Herausforderung ist die Logistik. Zwar gibt es auf der Strecke viele Lademöglichkeiten, es sind aber auch viele Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs. Wie viele der 260 Teilnehmer den Ausflug in die Alpen machen, ist laut Veranstalter Werner Hillebrand-Hansen noch offen. Es besteht auch die Möglichkeit, eine kürzere Strecke zu wählen.

Neben dem Höhepunkt auf 2830 Metern gibt es am Samstag noch einen zweiten Höhepunkt in Landsberg. Dort fährt ein „Detroit Electric“, Baujahr 1913, vor, der belegt, dass Elektroautos keine neue Erfindung sind.

Lockerer wird dann der Sonntag, der zweite Tag der „eRUDA“ (Start der Fahrzeuge am Sonntag, 7. Oktober, ab 9.30 Uhr auf dem Festplatz in Weilheim). Das erste Ziel ist der Flugplatz Greiling bei Bad Tölz, wo zeitgleich die Elektroflugtage stattfinden. Dann fahren die Teilnehmer, die aus Deutschland, Österreich, Frankreich, der Schweiz, den Niederlanden, Tschechien und Rumänien kommen, nach Gauting, wo die Sieger prämiert werden.

Interessant für alle Automobilisten ist laut Veranstalter Werner Hillebrand-Hansen vor allem die Ausstellung „eMOBIL“ auf dem Festplatz. Neben aktuellen Fahrzeugen sind auch Prototypen wie der „Sion“ zu sehen, der seine Batterie mit Hilfe von Solarzellen auf der Karosserie auflädt. Mehrere Firmen und die Stadtwerke Weilheim informieren über Ladetechnik, am Abend steht wieder eine Ladeparty auf dem Programm.

Im Landkreis Weilheim-Schongau sind nach den Worten Hillebrand-Hansens derzeit 144 Elektroautos zugelassen. Damit kommt ein solches Fahrzeug auf 930 Einwohner. Im Landkreis Starnberg ist die Dichte fast doppelt so groß, im Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen etwas niedriger.

In Weilheim gibt es derzeit laut Standortförderer Stefan Frenzl sieben öffentlich zugängliche Ladesäulen, zwei werden von den Stadtwerken betrieben, fünf von Unternehmen. Laut Stadtwerkechef Peter Müller belegt die Stadt Weilheim in Sachen „Elektromobilität“ einen Spitzenplatz im Landkreis. Fünf Prozent der 144 Elektroautos werden von der Stadtverwaltung und den Stadtwerken gefahren. Für Bürgermeister Markus Loth ist es wichtig, dass die Stadt ein gutes Vorbild ist.

Alfred Schubert

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