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Kaputtt ist schnell mal was auf Spielplätzen, jetzt will die Stadt Weilheim die e Sanierung in großem Rahmen angehen. 

Konzept und Pläne für 2018

Es geht um mehr als  Pflichtspielplätze 

Die 19 öffentlichen Spielplätze in Weilheim sollen deutlich attraktiver werden. Das stellten auch die „Spielplatzchecker“ fest. 2018 will die Stadt ein Konzept erstellen lassen, wie und wann welche Plätze konkret angepackt werden.

Weilheim - Insgesamt 19 öffentliche Spielplätze gibt es in Weilheim – kleinere und größere, ziemlich beliebte und fast unbekannte, die einen mehr, die anderen weniger gepflegt. Gemeinsam ist fast allen: Sie gehören überarbeitet, sie müssen attraktiver werden für Kinder und Eltern. Zu diesem Schluss kommt sowohl die professionelle Bestandsaufnahme, die eine Landschaftsplanerin 2017 im Auftrag der Stadt vornahm, als auch eine praktische „Spielplatzchecker-Runde“ von rund 20 Müttern und Kindern, die unter anderem Sozialpädagogin Monika Welchert-Schlecht vom „Mütter- und Familienzentrum Weilheim“ (MüZe) organisiert hatte.

Schon seit Jahren beschäftigt sich auch Petra Arneth-Mangano mit dem Thema. Sie fungiert im Stadtrat als Referentin für Spielplätze, auf ihren Antrag hin hatte die Stadt heuer 35 000 Euro für die fachgerechte Untersuchung bereitgestellt.

Und dieser müssen nun Taten folgen, meint die SPD-Stadträtin: Insgesamt 500 000 Euro solle die Stadt in den nächsten fünf Jahren in die Hand nehmen, so ihr neuerlicher Antrag, jedes Jahr solle einer der größeren Weilheimer Spielplätze ausgebaut und verbessert werden, gemeinsam mit Eltern und anderen Aktiven. Arneth-Mangano fordert dafür ein „Spielplatzthemenkonzept“, das auch Fuß- und Radwege einbezieht und jedem Spielplatz ein attraktives, ortsspezifisches Thema zuweist – zum Beispiel „Flusslandschaften“.

Für die Spielplatz-Referentin steht fest: „Das ist keine Luxussache.“ Spielplätze seien enorm wichtig für Familien, „und in Weilheim ziehen Familien zu“.

Im Bauausschuss erntete Arneth-Mangano bereits einhellige Zustimmung für ihren Antrag. „Spielplätze nehmen in Weilheim an Bedeutung zu“, konstatierte Bürgermeister Markus Loth (BfW) in der November-Sitzung – zumal immer mehr Geschosswohnungen gebaut und „die großen Gärten“ seltener würden. „Es geht nicht nur um einen Pflichtspielplatz in jeder Siedlung“, betonte Loth, „sondern um etwas wertigere Spielplätze“.

Dem stimmten die Stadträte im Ausschuss durchwegs zu. Spielplätze gehörten „zur Lebensqualität von Familien“ und seien „eine Bereicherung für die Stadt“, sagte Klaus Gast (CSU). BfW-Sprecher Dr. Claus Reindl verwies auf einen „wichtigen sozialen Effekt“: Spielplätze seien auch „ein Treffpunkt für Eltern und Großeltern“. Ihre eigene „Oma-Erfahrung“ brachte Romana Asam ein: Schöne Spielplätze seien „Magneten“, so die FW-Stadträtin, „es ist wirklich so, dass man dort hinfährt, wenn etwas Besonderes geboten ist“. Dabei bräuchten Kinder „nicht unbedingt viele Geräte“, wie Brigitte Holeczek (BfW) betonte, sondern eher „Hügel, Wasser, naturnahen Raum“.

Das deckt sich auch mit der Erfahrung der MüZe-„Spielplatzchecker“. Der manchen gar nicht bekannte Spielplatz im Paradeis war für diese beispielsweise „eine positive Überraschung“, so Welchert-Schlecht: „Die Spielangebote auf dem eigentlichen Platz sind nicht viele, aber das Gelände hat die Kinder ziemlich begeistert“ – mit Hügeln, Bäumen, Trampelpfaden und Versteckmöglichkeiten.

Der für die Finanzen zuständige Hauptausschuss des Stadtrats hat laut Arneth-Mangano inzwischen entschieden, 2018 ein genaues Konzept erstellen zu lassen. Darin soll festgelegt werden, welche Spielplätze in Weilheim wie zu verbessern sind, wo welches Thema im Vordergrund stehen soll und wie viel Geld jeweils nötig ist. Zugleich sollen die „Naturfreunde“ – unabhängig vom übergeordneten „Spielplatzthemenkonzept“ – bereits 2018 Geld für die dringend notwendige Renovierung des beliebten Spielplatzes am Naturfreundehaus bekommen 

Magnus 

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