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Sicherheitskontrollen gibt es  auch in ländlichen Regionen verstärkt. 

Sicherheitslage in Weilheim 

Beim Terror gibt es keine weißen Flecken mehr 

Nicht nur die Uniformen ändern sich bei der Polizei, auch die Aufgaben. Das geht aus dem Sicherheitsbericht von Weilheims Polizeichef Harald Bauer hervor. Im Hinblick auf terroristische Angriffe gebe es keine weißen Flecken mehr, auch auf dem Land nicht.

Weilheim –  Um die Sicherheitslage in Weilheim auf den Punkt zu bringen, bediente Bauer sich einer Aussage von Innenminister Joachim Herrmann. „In Bayern leben, heißt sicherer leben“, habe der festgestellt. „Das gilt auch für unsere Region“, so Bauer, wenngleich die Anzahl der Straftaten in Weilheim 2016 gegenüber 2015 um 5,5 Prozent gestiegen sei.

Als Grund dafür nannte Bauer zwei Faktoren: Zum einen seien da insbesondere die Delikte, die von Zuwanderern begangen werden, zum anderen eine Einbruchsserie, die 2016 geklärt werden konnte. Laut Bauer hat der 30-jährige Täter, der im November in Weilheim auf frischer Tat festgenommen werden konnte, 52 Straftaten gestanden. Er sitzt in Haft. Ohne „die nicht unerhebliche Zahl“ der Delikte der Zuwanderer wäre die Zahl der Straftaten gegenüber 2015 zurückgegangen, so Bauer. Die Delikte der Zuwanderer haben seinen Worten nach aber „fast keine Auswirkungen“ auf die Weilheimer, da die Asylbewerber sie sich meist gegenseitig in ihren Unterkünften zufügten.

Dass Statistiken nicht immer die Wirklichkeit widerspiegeln, zeigte Bauer bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. 2016 seien zwar 25 Fälle weniger als 2015 erfasst worden, „doch das Thema ist hochaktuell, Cannabis ist groß in Mode“.

In der Diskussion mit den Stadträten berichtete Bauer, dass die Hemmschwelle gegenüber Polizisten generell gesunken sei, einige seiner Kollegen seien bei Angriffen schon verletzt worden. Von Asylbewerbern würden Beamte zudem oft bespuckt und „massivst beleidigt“. Dass Aggressionen auch gegenüber Rettungskräften steige, „dafür fehlt mir jedes Verständnis“, sagte Bauer.

Die Stadträte erfuhren zudem, dass sich die Polizei nicht mehr nur in Großstädten, sondern auch auf dem Land wie in Weilheim auf Terrorangriffe vorbereite. „Wir sind gerade in einer Schulung“, so Bauer, das betreffe auch die Streifenbeamten. Bauer: „Es gibt keine weißen Flecken in Europa, wo nichts passieren kann“. In der Region lebe aber „keine Person, die näher überwacht werden muss“. Bauers Rat: „Wir sollten uns nicht verrückt machen lassen“.

gre

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