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Das sind die Ergebnisse aus dem Landkreis Weilheim-Schongau.

Ergebnisse

Europawahl im Landkreis Weilheim-Schongau: Grüne stabil stark, CSU und ÖDP Gewinner

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Die Europawahl im Landkreis Weilheim-Schongau hat drei Sieger: Die CSU, die sich im Vergleich zur Europawahl 2014 und auch zur Landtagswahl vergangenes Jahr gesteigert hat, die ÖDP und die Grünen, die vielerorts weit über 20 Prozent kamen – offenbar vor allem auf Kosten der SPD.

Landkreis – Jede Wahl ist anders. Gab es bei der Landtagswahl vergangenen Oktober noch eine ganze Armada an Direktkandidaten, die der Wähler zur Auswahl hatte, musste gestern bei der Europawahl nur ein Kreuz gemacht werden – allerdings aus einer riesigen Auswahl an Parteien auf dem zigfach gefalteten Stimmzettel. Viele haben sich die Mühe gespart, bis ganz unten zu schauen, und traditionell gleich ihr Kreuz bei der ganz oben stehenden CSU gemacht – allerdings nicht so viel, wie es die ewige Regierungspartei früher gewohnt war.

Die Wahlbeteiligung war überall im Landkreis sehr rege, wie hier in der Weilheimer Stadthalle. 

Das passt zu den Wahlergebnissen der Christsozialen in den vergangenen Jahren: Waren die 38,8 Prozent der Europawahl 2014 noch als „historisches Debakel“ und „Absturz“ gewertet worden, relativierte sich das durch die Erfahrungen der nächsten Jahre, als die CSU im Landkreis bei 42,9 Prozent (Zweitstimme Bundestagswahl 2017) und 35,9 Prozent (Zweitstimme Landtagswahl 2018) landete.

Vor fünf Jahren lag das Ergebnis der ersten Gemeinde bereits um 18.30 Uhr vor, am Sonntag dauerte es erheblich länger. Während in den Nachbarlandkreisen Landsberg, Starnberg und Bad Tölz-Wolfratshausen dank moderner Ergebnis-Tools die Auszählung der einzelnen Stimmkreise in Echtzeit erlebt werden konnte, herrschte in Weilheim-Schongau mit einem antiquiert wirkenden Programm Tristesse. Eine Rückfrage um 19.15 Uhr beim Landratsamt, was los sei – Schulterzucken auch bei Pressesprecher Hans Rehbehn. Um 19.25 Uhr endlich die ersten Ergebnisse aus Polling, Bernbeuren und Wessobrunn – und eine gute Orientierung, wohin es an diesem Abend gehen würde: CSU wie erwähnt gut erholt, Grüne extrem stark, AfD schwächer als zuletzt und die SPD auf weiter rasanter Talfahrt.

In Bernried etwa holten die Grünen fast 27 Prozent, während die CSU in Rottenbuch auf stolze 55 Prozent kam und traditionell im südlichen Schongauer Land stark war. In Peißenberg, der Heimat von CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt und der ersten großen Landkreis-Gemeinde, die um kurz nach 19.30 Uhr komplett ausgezählt war, schaffte es die CSU über 40 Prozent, die Grünen auch über 20. Auch in Schongau und Peiting knackten die Christsozialen die 40-Prozent-Marke, in Weilheim nicht, ebenso wie in Penzberg. Dort, in ihrer einstigen Hochburg, kam die SPD nur knapp über zehn Prozent.

Erfreulich war die extrem hohe Wahlbeteiligung im Vergleich zu den vorherigen Europawahlen: Lag der Anteil der Wähler 2009 und 2014 nur bei je 44 Prozent, sprang der Anteil fast überall auf mehr als 60 Prozent nach oben. Ganz vorne war Bernried mit fast 76 Prozent, in Bernbeuren dagegen gingen nur rund 55 Prozent der Bürger zu den Wahlurnen – wobei auch das deutlich mehr sind als die 37 Prozent, die vor fünf Jahren hinter Burggen die zweitschlechteste Wahlbeteiligung im gesamten Landkreis bedeuteten. 

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