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Fachkräfte in der Altenpflege sind Mangelware. 

Trotz Anzeige

Keine einzige Bewerbung für Altenpflege

Über eine Anzeige suchte das städtische Bürgerheim Weilheim  Fachkräfte für die Altenpflege. Die Resonanz war ernüchternd: Es gab keine einzige Bewerbung.

Weilheim – „Der Fachkräftemangel hat uns voll erwischt“: Das stellte Rainer Schlosser, der Leiter des städtischen Bürgerheims, in der jüngsten Sitzung des Stadtrates fest, nachdem ihn Brigitte Holeczek, BfW-Stadträtin und Seniorenreferentin des Gremiums, gefragt hatte, was die Stadt für die Angestellten Gutes tun könne. Wie groß der Mangel ist, verdeutlichte Schlosser an dem Beispiel des Inserats. Das Stellengesuch sei im November 2016 bundesweit geschaltet worden. „Wir hatten keine einzige Bewerbung, nichts“, sagte er. Um der Personalnot Herr zu werden, gebe es nur ein Mittel „Nur selber ausbilden hilft“, so Schlosser, der davon berichtete, dass Ende August drei Fachkräfte ihre Ausbildung abschließen. Alle drei würden übernommen, „damit können wir unsere Fachkraftquote einhalten“, so Schlosser. Diese besagt, dass die Hälfte des rund 60-köpfigen Personals aus Fachkräften bestehen muss. Auf seiner Internetseite hat das Bürgerheim aktuell mehrere Stellen ausgeschrieben – für Pflegefachkräfte, Vorpraktikanten, Auszubildende und den Bundesfreiwilligendienst.

Zum Jahresabschluss 2016 sagte Schlosser, dass das Bürgerheim im Bereich „Vollstationäre Pflege“ mit einer Bilanzsumme von 9,1 Millionen Euro abgeschlossen habe. Es sei ein Jahresüberschuss von 166 000 Euro entstanden. Beim Bereich „Seniorengerechtes Wohnen“ mit einer Bilanzsumme von 5,1 Millionen Euro sei ein Verlust von knapp 40 000 Euro aufgelaufen. Schlosser erklärte dies damit, dass bereits Arbeiten für das neue Haus getroffen worden seien.

Das städtische Bürgerheim verfügte zu diesem Zeitpunkt über 196 Heimplätze und 34 seniorengerechte Wohnungen. Die Auslastung lag laut Schlosser im Jahr 2016 bei 99,1 Prozent.  gre

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