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Josef Fischer mit einem Alaska-Kaninchen.

Veranstaltung ist einzigartig in südlichen Oberbayern

Falsche Gerüchte um Kleintiermarkt in Weilheim

Der Weilheimer Kleintiermarkt ist einzigartig im südlichen Oberbayern. Aussteller und Besucher kommen bis aus Österreich. Doch die Veranstalter leiden unter dem Gerücht, dass der Markt geschlossen hat. „Das stimmt nicht“, sagt der Vereinschef. An diesem Sonntag, 13. Januar, ist der nächste Termin.

Weilheim– Josef Fischer plagen Sorgen. Obwohl die Veranstaltung einen guten Ruf hat und auf Resonanz weit über die Grenzen Weilheims stößt: Der regelmäßige Kleintiermarkt des „Vereins der Rassegeflügel-, Vogel- und Kaninchenzüchter Weilheim und Umgebung“ in der kleinen Hochlandhalle leidet unter Gerüchten, wie Vorsitzender Fischer beklagt. Deren Inhalt: Den Markt gebe es gar nicht mehr. „Das stimmt alles nicht“, betont der Vereinschef. „Es findet alles normal wie bisher statt.“ Und zwar jeweils am zweiten Sonntag im Monat – bis März von 8 bis 11.30 Uhr und von April bis Oktober von 7 bis 11.30 Uhr.

Woher die Falschinformation kommt, kann sich Fischer nicht erklären. Allerdings ist sie mehr als ärgerlich. „Das ist für uns sehr schädlich.“ Denn der Markt ist seit Jahren ein Aushängeschild des Vereins. „Wir sind fast der einzige in ganz Oberbayern“, sagt der Vorsitzende stolz. Die nächstgelegenen Veranstaltungen seien in Erding und in Buchloe zu finden.

Bis zu 50 Aussteller sind regelmäßig in Weilheim dabei – sie kommen bis aus Mühldorf am Inn, Rosenheim und Ingolstadt. Fischer: „Wir haben sogar Österreicher.“

Jeweils am zweiten Sonntag im Monat ist in der kleinen Hochlandhalle Kleintiermarkt. 

Geboten werden Puten, Gänse, Enten, Hühner, Tauben, Kaninchen und Vögel. „Ab und zu sind Meerschweinchen dabei.“ Ebenso breitgefächert sind die Herkunftsorte der Besucher: Interessenten aus der Region bis nach Tirol, listet Fischer auf. Einziger Wermutstropfen: „Seit Langem sind sehr wenig Eltern mit kleinen Kindern da.“

Der 74-jährige Oberhausener ist ein Urgestein des Vereins. Seit 1974 ist er dabei, seit drei Jahrzehnten schon ist er Vorsitzender. Der Verein wurde 1911 aus der Taufe gehoben und zählt derzeit rund 150 Mitglieder. Wobei die Mehrzahl der Kleintierfreunde nicht aus dem Weilheimer Raum stammt, wie der Vorsitzende etwas traurig feststellt. „Weilheim ist ganz schlecht“, sagt Fischer und spricht von „einer Handvoll“. 2015 musste er mangels Interesse gar die Vereinsfahrten einstellen. Dafür kommen die Anhänger von Tauben, Kaninchen und Co. aus Lenggries, Wolfratshausen und vom Ammersee.

Fischer selbst hält Tauben, Kaninchen und Legehühner. Kleintiere, sagt er im Brustton der Überzeugung, seien etwas ganz Faszinierendes. Die Beschäftigung mit seinen Schützlingen sei „eine tolle Freizeitgestaltung“ und helfe, Stress abzubauen. Klar, dass der Vereinschef bei den regelmäßigen Ausstellungen seine Tiere präsentiert.

Alle zwei Jahre organisiert der Verein die Zuchtschauen in der Kreisstadt, man wechselt sich mit den Kleintierzüchtern in Peiting ab. Der nächste Termin ist am 2. und 3. November in der kleinen Hochlandhalle in Weilheim.

Infos zum Verein bei Josef Fischer (Telefon 08802/622) oder auf www.http://www.vdrvk-weilheim.de. Beim Weilheimer Kleintiermarkt gibt es auch einen Infostand.

Andreas Baar

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