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Man muss schon genau hinsehen um den Aufdruck „Prop Copy“ auf dem Falschgeld zu erkennen. 

Noch nicht strafmündig

Bub verteilt Hunderter in der Mittelschule - dann ruft der Lehrer die Polizei

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Er wollte seinen Freunden eine Freude machen - und handelte sich eine Menge Ärger ein.

  • Ein Schüler hat sich Euro-Scheine im Internet bestellt.
  • Er verteilte die an seiner Schule.
  • Das rief die Polizei auf den Plan, die nicht schlecht staunte.

Weilheim – Mit der Verteilung von sogenannter „Movie Money“ war die Kriminalpolizeiinspektion Weilheim nach eigenen Angaben jetzt betraut. Ein Schüler hatte an einer Mittelschule in Weilheim das, dem echten Geld täuschend ähnlich sehende, Falschgeld unter seinen Mitschülern verteilt. Die Scheine hatte der noch strafunmündige Schüler zuvor bei einem Internethandel für sehr geringe Eigenkosten bestellt.

Weilheim: Lehrer sieht Schüler mit Riesenbündel Geldscheinen in der Hand

Ein aufmerksamer Lehrer der Mittelschule hatte beobachtet, wie der Bub in einer Pause seinen Mitschülern ein größeres Geldbündel zeigte. Er nahm dem Schüler das vermeintliche Geld ab, die Schule informierte die Polizei. Wie sich herausstellte, handelte es sich um sogenannte „Movie Money“, welche dem Echtgeld täuschend ähnlich sieht und in der Rechtsprechung als Falschgeld angesehen wird. Lediglich der unauffällige und kleine, auf der Rückseite angebrachte Aufdruck „Prop Copy“ unterscheidet „Movie Money“ von echtem Geld.

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Der Schüler gab gegenüber der ermittelnden Beamtin der Kripo Weilheim an, das Falschgeld über einen Internethandel bestellt zu haben. Dort wird es teilweise nahezu kostenlos oder nur gegen die Versandgebühren angeboten. Es sei nicht seine Absicht gewesen, Falschgeld in Umlauf zu bringen, beteuerte der Bub. Vielmehr, so vermutet die Kripo, stand sein Imponiergehabe vor den Mitschülern im Vordergrund.

Video: So erkennen Sie, ob Ihre Euros echt oder Blüten sind

Eltern sollen die Scheine vernichten und mit ihren Kindern reden

Ein Großteil des Falschgelds, das der noch strafunmündige Schüler besessen hatte, konnte sichergestellt werden. Jedoch hat er auch eine unbestimmte Menge an falschen Geldscheinen an Mitschüler verteilt. Die Kripo Weilheim ist bereits in Zusammenarbeit mit der Schule an die Erziehungsberechtigten mit der Bitte herangetreten, eventuell bei ihren Kindern aufgefundenes Falschgeld abzugeben.

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Weilheim: Junge verteilt Hunderter in der Mittelschule - dann ruft Lehrer die Polizei

Die Kriminalpolizei warnt eindringlich vor der Verwendung von „Movie Money“ im Zahlungsverkehr. Geldfälschung ist ein Verbrechen und wird mit hohen Strafen geahndet. Eltern, welche „Movie Money“ bei ihren Kindern finden, sollten ihnen dieses Falschgeld sofort abnehmen, vernichten und den Kindern die Problematik erläutern.

Ende Oktober dieses Jahres warnte das Bayerische Landeskriminalamt schon einmal vor dem Phänomen der Geldfälschung mit sogenanntem „Movie Money“. Dabei handelt es sich um Banknoten, die für den Entertainmentbereich hergestellt wurden, z. B. für Filmaufnahmen oder für Zaubershows. 

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