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Familienrunde um den Dietlhofer See

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Von: Kathrin Hauser

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Der Dietlhofer See bei Weilheim ist ein beliebtes Ausflugsziel.
„Pack die Badehose ein“, ist einer der guten Tipps für diese Rundtour. Der Dietlhofer See lockt zum Baden. © Kathrin Hauser

Wegen der Corona-Krise wird in den Sommerferien wohl vermehrt auf große Auslandsreisen verzichtet und Urlaub daheim gemacht. Deshalb bieten wir unseren Lesern viele Ausflugstipps zu Fuß oder per Rad – auch über die Landkreisgrenzen hinaus. Heute: zu Fuß um den Dietlhofer See in Weilheim.

Weilheim – Sie ist mit ihren 3,6 Kilometern zwar eine eher kleine Runde, die heutige Wanderung, die durchaus auch als Spaziergang durchgehen könnte, aber sie ist so vielseitig und es gibt einen Skaterplatz, gleich mehrere Einkehrmöglichkeiten und einen wunderbaren Badesee auf dem Weg, so dass auf alle Fälle zwei bis drei Stunden veranschlagt werden sollten. Die Runde um den Dietlhofer See in Weilheim über das Gut Dietlhofen ist nichts für Wanderer, die die sportliche Herausforderung suchen, sondern eine gemütliche Familienrunde, die den sommerlichen Nachmittag zu einem erholsamen Urlaubstag macht. Der größte Teil der Strecke ist geteert, nur wenige Abschnitte sind geschottert, sodass die Strecke sich auch schön mit Kindern, die noch im Wagen sitzen, und etwas größeren, die schon mit Roller, Fahrrad und Laufrad unterwegs sind, machen lässt.

Gleich am Startpunkt am Parkplatz am Weilheimer Tennisplatz befindet sich der Skaterplatz. Wer also Roller, Skateboard oder Fahrrad eingepackt hat, die lieben Kleinen freuen sich immer, wenn sie dort ein paar Runden drehen können. Mit frischem Schwung geht es los am Tennisheim vorbei auf dem Kiesweg Richtung Norden.

Die Tour um den Dietlhofer See bietet Urlaub vor der Haustür

Die Wiesen duften sommerlich, der Wald rechts sorgt auch ein heißen Tagen ein wenig für Kühle. Gleich hinter dem Tennisgelände kann der Blick weit über gelbe Stoppelfelder und Wiesen in die Ferne schweifen, bis der Weg an einer ehemaligen Gärtnerei nach links abbiegt. Nach einigen Metern tauchen die Wanderer in den kühlenden Schatten alter Laubbäume. Es geht abwärts bis zur Straße, die nach rechts auf einer Allee zum Gut Dietlhofen führt. Auf den Wiesen blühen sommerliche Blumen, am Wegesrand steht eine Bank, doch Rast soll erst bei Gut Dietlhofen sein.

Zwei Wanderer gehen durchs Gut Dietlhofen bei Weilheim.
Frisch gestärkt geht es nach der Rast im Gut Dietlhofen weiter. © Kathrin Hauser

Nach rund einem Kilometer seit dem Start ist es erreicht. Der Schlund der Allee öffnet sich plötzlich und gibt den Blick auf das malerische Gut frei, das der Rockmusiker Peter Maffay vor ein paar Jahren erworben hat, um dort Kindern, die in Not sind, einen Platz zur Erholung zu bieten.

Für kurze Erholung für Groß und Klein sorgt die Idylle in „Caros Gutscafé“: Im Schatten hoher, alter Bäume lässt es sich gemütlich Kaffee, selbst gebackenen Kuchen, Eis und kühle Limonade genießen, an manchen Tagen gibt es auch frisch gegrillte Bratwürstel. Der Brunnen plätschert, Pferde grasen auf der Weide oder erholen sich im angrenzenden Stall. Das einzige, was die Gutsidylle stört, sind die lästigen Schnaken. Wer sich nach Besinnlichkeit sehnt, dem sei ein Blick in die Guts-Kapelle empfohlen. Und wer bei all der Gemütlichkeit den Einkauf nicht mehr schafft, der kann sich im Hofladen mit dem Nötigsten eindecken oder auf dem hofeigenen Gemüsefeld frisches Gemüse der Saison ernten.

Frisch gestärkt und erholt geht es weiter Richtung Dietlhofer See. Bäume säumen wieder die Straße, links schweift der Blick über gold-gelbe Getreidefelder zum Hohen Peißenberg. Doch es gilt aufzupassen, denn der Schotterweg links wird leicht übersehen, wenn sich der Wanderer zu sehr in der schönen Aussicht verliert.

Es geht ein kurzes Stück auf einem schmalen geschotterten Pfad, bis der Dietlhofer See erreicht ist. Hier herrscht Trubel: Buben und Mädchen hüpfen kreischend von den Stegen, auf dem Beachvolleyballfeld tobt eine heiße Schlacht, im Wasser wird geschwommen.

Der Blick Richtung Berge ist wunderschön und lässt den Wanderer andächtig verharren – trotz des Trubels. Die Sonne steht schon tiefer und sorgt für warmes Abendlicht.

Wer keine Badehose eingepackt hat, ärgert sich auf jeden Fall, kann aber ein paar Meter weiter Abkühlung bei einem Eis am Kiosk oder bei einem kühlen Getränk in der griechischen Gaststätte „Mykonos Blu“ finden. Nun führt der Weg zunächst auf dem Dietlhofer Seeweg Richtung Weilheim über die Felder, biegt aber nach dem See nach links ab und stößt schließlich wieder auf die Straße, die zum Gut Dietlhofen führt. Von dort geht es nach links auf einen kleinen geteerten Weg, für den es nochmal ein bissl Schwung braucht, denn der ist ein wenig steil. Vorbei an der Tennishalle und am Skaterplatz – falls dort nicht wieder ein paar Runden fällig sind – ist der Parkplatz erreicht und ein schöner Wander-Spaziergang zu Ende.

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