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Spannung beim Entenrennen, das der Heimat- und Trachtenverein am Stadtbach  bot.

Oberstadtlerfest

Feiern „in gegenseitiger Wertschätzung“

Weilheim - Trotz oder gerade wegen der dramatischen Ereignisse in München ließen sich die Weilheimer am Samstag das Feiern nicht vermiesen. Doch begonnen hat das Oberstadtlerfest mit einem Moment der Stille.

Auch der starke Regen am Abend konnte dieser Gruppe die Laune nicht trüben.

 26 Stände, viele Attraktionen und vier Bands („BoredomKillerGene“, Roxx Doxx“ aus München, „Dyers Eve“ und die „Eibenwaldmusikanten“) sorgten beim 12. Oberstadtlerfest, organisiert von der „Interessengemeinschaft Obere Stadt“, für eine belebte Einkaufs-und Erlebnismeile, auf der es sich bis in den späten Abend bestens feiern ließ. Sechs Security- Kräfte sorgten für Sicherheit. Bereits am Vormittag war die Meile gut besucht, der Geruch von frischem Steckerlfisch, Bratwurst und gebrannten Mandeln lag in der Luft.

Gute Plätze am Rathausplatz sicherten sich eine Mutter und Tochter mit Sohn Kilian (3). „Wir warten auf den Auftritt der „Mini-Vaganti“, da sind Kilians Schwestern dabei“, so die Weilheimerin, die jedes Jahr aufs „Oberstadtlerfest“ geht. „Wenn Kilian durchhält“, wollten die drei bis zum Abend bleiben, sich zum Beispiel auch die Goaßlschnalzer anschauen.

Seit sieben Jahren lebt Agnes aus Kenia in Weilheim. Gemeinsam mit ihrer Freundin genoss sie „das super Essen und die gute Musik“. Mit dabei waren auch Sohn Wolfgang (3) und Mann Helmut: „Ich finde es schön, unter den schattigen Bäumen zu sitzen“.

Auch wenn es nachmittags und abends mal Regen gab, die Bänke sich zusehends leerten, ließen sich die Auftretenden davon nicht beeindrucken, auch im strömenden Regen absolvierten sie tapfer ihr Show-Programm. Ein Highlight war die Sambagruppe, die die Zuschauer mit heißen Rhythmen mitriss. Insgesamt sorgten rund zwölf Vereine und Gruppen auf den drei Bühnen am Rathausplatz, Stadtbach und Trachtenheim für Augen- und Ohrenschmaus.

Doch es gab auch ernste Worte. Bürgermeister Markus Loth und Pfarrer Jost Herrmann drückten den Opfern in der Landeshauptstadt mittags ihr Mitgefühl aus: „Wir sind schockiert von den Ereignissen in München“, so Herrmann. Die Organisatoren hätten deshalb überlegt, heuer auf das Fest zu verzichten. Doch sei es nicht sinnvoll, wenn das Leben eines ganzen Landes lahmgelegt würde. „Lasst uns das Fest begehen in gegenseitiger Wertschätzung und einem Moment der Stille“, bat Herrmann.

Wegen des starken Regens nach 21 Uhr fiel die Feuershow der „Vaganti“ buchstäblich ins Wasser. „Um 22 Uhr war mehr oder weniger wegen des Regens Schluss“, so Organisatorin Christine Sußbauer: „Trotzdem war es ein schönes Fest, die Stimmung besonders abends super“. Besonders freute sie, dass Jost Herrmann mit rund zehn Helfern beim Auf- und Abbau der Bänke und Tische kräftig anpackte.

Inge Beutler

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